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Diskussion über Elfenbeinhandel

Experten und Politiker trafen sich in Genf, um über Artenschutz zu sprechen. Dabei ging es vor allem um den Handel mit Elfenbein. Soll er erlaubt werden oder nicht?

Nach zwölf Tagen endete am Mittwoch die Weltartenschutzkonferenz in der Stadt Genf in der Schweiz. Politiker und Experten aus mehr als 180 Ländern waren dabei. Sie haben darüber beraten, wie Tier- und Pflanzenarten besser geschützt werden können. Denn: Viele Arten sind vom Aussterben bedroht oder sogar bereits ausgestorben. Beschlossen haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen unter anderem, Giraffen unter besonderen Schutz zu stellen, genauso wie 18 Hai- und Rochenarten.

Ein Afrikanischer Elefant läuft in der Savanne in Botsuana
Ein Elefant in Botswana
Quelle: picture alliance / blickwinkel

Über ein Thema wurde ganz besonders gestritten: Den Verkauf von Elfenbein. Am Ende der Konferenz stimmten die Politiker und Experten darüber ab, ob der Verkauf auch in Zukunft verboten bleiben soll oder ob er wieder erlaubt wird.

Was für und gegen Elfenbeinhandel spricht

Die meisten Länder wollen nicht, dass Elfenbein verkauft werden darf. Mit dem Verbot, dass es seit fast 30 Jahren gibt, sollen die Elefanten besser geschützt werden. Allerdings gibt es auch Länder, die erlauben wollen, dass mit Elfenbein Geld verdient wird. Zum Beispiel sagen die Vertreter des Landes Botswana, dass es in ihrem Land mittlerweile wieder sehr viele Elefanten gibt. Die Tiere würden immer wieder Felder zertrampeln und so die Ernten der Landwirte zerstören.

Tonnen von Elfenbein und Schuppen sichergestellt. Archivbild
Elfenbein darf eigentlich nicht verkauft werden.
Quelle: Uncredited/National Parks Board/AP/dpa

Seit Kurzem dürfen in Botswana deshalb 400 Tiere im Jahr getötet werden. Botswana sagt, dass diese Tiere sowieso getötet werden und sie dann auch das Elfenbein verkaufen könnten. Die Regierung Botswanas hat gesagt, dass sie mit den Einnahmen den Menschen im Land helfen wollen. Einige Expertinnen und Experten fänden es deshalb gut, wenn Botswana dieses Elfenbein verkaufen dürfte. Tierschützer sind aber dagegen.

Das erste Problem: Tierschützer befürchten, dass die Länder sich nicht daran halten würden, nur 400 Tiere zu töten. Es würden vielleicht mehr Tiere getötet, um noch mehr Geld mit dem Elfenbein zu verdienen - auch wenn das verboten wäre.

Das zweite Problem: Die Tierschützer befürchten außerdem, dass es nicht allen Ländern um den Schutz der Landwirte und deren Felder geht. Die meisten Länder, die mit Elfenbein handeln wollen, würden damit nur viel Geld machen wollen.

Eine gute Nachricht: Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Artenschutzkonferenz stimmten dagegen, dass mit Elfenbein Geld verdient werden darf. Der Handel mit Elfenbein wird also auch in Zukunft verboten bleiben.

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