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Asyl-Skandal in Bremen

Seit Wochen gibt es große Aufregung um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Das Amt entscheidet darüber, ob ein Flüchtling in Deutschland bleiben darf oder nicht. Im April kam heraus, dass bei diesen Entscheidungen viele Fehler passiert sind.

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (kurz: Bamf) ist eine große Behörde mit mehreren Tausend Mitarbeitern. Diese überprüfen, welcher Geflüchtete in Deutschland bleiben darf und welcher Deutschland wieder verlassen muss. Bei ihren Entscheidungen müssen sich die Mitarbeiter an das Gesetz halten, denn das regelt ganz klar, wer Schutz bekommt und wer nicht.

Bundesamt für Flüchtlinge und Migration
Das Bundesamt entscheidet über die Asylanträge.
Quelle: dpa

Asyl bekommen zum Beispiel Flüchtlinge, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen. Wer aber zum Beispiel vor Armut flieht, hat kaum Chancen, Asyl zu bekommen und in Deutschland bleiben zu dürfen. Auch Straftäter oder Terroristen erhalten kein Asyl.

Regeln wurden missachtet

Mitte April wurde bekannt, dass sich offenbar nicht immer an diese Regeln gehalten wurde. In Bremen sollen Mitarbeiter des Bamf in den Jahren 2013 bis 2016 vielen Menschen Asyl gewährt haben, obwohl diese gar nicht die Voraussetzungen dafür erfüllten, sie hätten also eigentlich gar nicht bleiben dürfen. Mehr als 1.200 Geflüchtete soll das betreffen.

Was Merkel damit zu tun hat

Nun gibt es Gerüchte und Hinweise, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel schon recht früh gewusst haben soll, was dort falsch läuft. Deshalb wollen einige Politiker nun genau herausfinden, was Merkel genau wusste und ob sie die Fehler in Bremen hätte stoppen können.

Viel Aufregung auch um Chefin des Bamf

Jutta Cordt leitet das Bamf seit Anfang 2017.
Jutta Cordt ist die Chefin des Bamf.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Auch an der Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Jutta Cordt gibt es viel Kritik. Ihr wird vorgeworfen, Hinweise nicht ernst genommen zu haben und sich zu spät und zu wenig um Aufklärung gekümmert zu haben. 

Andere nehmen sie in Schutz und sagen, die Fehler seien vor vielen Jahren passiert, damals sei Jutta Cordt noch gar nicht im Amt gewesen. Nicht sie, sondern ihre Vorgänger trügen deshalb die Schuld.

Als Chefin des Bundesamtes hat Jutta Cordt inzwischen angekündigt, die Sache genauestens untersuchen zu lassen. Tausende Asylentscheidungen sollen nachträglich noch einmal überprüft werden. Außerdem soll es künftig mehr und bessere Kontrollen geben.

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ZDFtivi | logo! - Bamf-Skandal: Worum es geht

Um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (kurz: Bamf) gibt es gerade große Aufregung. Was sind die Aufgaben des Bamf und weshalb gibt es jetzt Ärger?

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