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Atom-Unglück in Japan

Ein Erdbeben und ein Tsunami beschädigten am 11. März 2011 das Atomkraftwerk in Fukushima. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Atomruine abgebaut ist.

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Nach einem heftigen Erdbeben und einem schweren Tsunami fielen in mehreren Reaktoren des Atomkraftwerks in Fukushima am 11. März 2011 die Kühlsysteme aus. Dadurch erhitzten die Brennstäbe so stark, dass es dort teilweise zu einer Kernschmelze kam. Außerdem gab es in einem Reaktor eine Explosion. Dadurch wurde radioaktives Material in die Luft geschleudert und ein großes Gebiet verseucht. Radioaktives Material kann Menschen und Tiere sehr krank machen und sogar töten.

Atomkraftwerk Fukushima
Fukushima ein Jahr nach dem Unfall
Quelle: reuters/kyodo

Wie sieht es inzwischen am Atomkraftwerk aus?

Auch acht Jahre nach der Katastrophe wird an der Atomruine immer noch gearbeitet und aufgeräumt. Radioaktiv verstrahlte Erde wurde bereits weggebaggert. Über den verseuchten Boden wurde eine dicke Betonschicht gegossen. Irgendwann soll die Ruine komplett abgebaut werden. Dazu müssen aber erst die gefährlichen Brennstäbe in den zerstörten Reaktoren entfernt werden. Da ein Kontakt mit ihnen tödlich wäre, ist das eine ziemlich schwierige Aufgabe. Niemand weiß bisher, wie das gehen soll. Bis es soweit ist, müssen die Brennstäbe ständig gekühlt werden.

Wie gefährlich ist es noch in Fukushima?

Weil es besonders stark radioaktiv verseucht war, wurden ein großes Gebiet um das Atomkraftwerk damals zur Sperrzone erklärt. Die Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Mittlerweile sollen große Teile des Sperrgebiets aber wieder sicher sein - das behauptet zumindest die japanische Regierung und ruft die Bewohner dazu auf, wieder zurückzukehren. Umweltschützer bezweifeln das. Sie sagen, die Strahlung dort sei immer noch zu hoch, vor allem für Kinder. Nur wenige Bewohner sind bisher tatsächlich zurückgekommen.

Die Lage ist unter Kontrolle

Auch die Betreiber - also die Firma, der das Atomkraftwerk gehört - sehen in den vergangenen acht Jahren große Fortschritte. Insgesamt seien am Atomkraftwerk weniger Arbeiter im Einsatz und die Bedingungen für sie hätten sich verbessert, weil die Strahlung weniger geworden sei. Die Regierung und die Betreiber sind davon überzeugt, dass die Lage in Fukushima unter Kontrolle ist. Das sieht man auch daran, dass dort schon im kommenden Jahr Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele ausgerichtet werden sollen. Viele Menschen in Japan haben aber das Gefühl, dass die Regierung die Probleme, zum Beispiel mit der Strahlung, viel harmloser darstellt, als sie möglicherweise sind. Viele ehemaligen Anwohner fühlen sich von der Regierung mit ihren Sorgen nicht ernst genommen.

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Was ist am 11. März 2011 in Japan genau passiert?

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