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Wohin mit dem Atommüll?

Wo kann gefährlicher Abfall in Deutschland sicher eine Million Jahre lang lagern? Über diese Frage haben Fachleute lange nachgedacht. Ihre Vorschläge haben sie am Montag veröffentlicht. Das Ergebnis wird vielen Menschen nicht gefallen.

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Tonne auf, Abfall rein: So einfach ist das meist zuhause. Klar, ein bisschen sortieren muss man den Müll. Aber was wohin kommt, ist festgelegt. Nicht jedoch beim Atommüll. Der entsteht, wenn in Atomkraftwerken Strom hergestellt wird. Der Müll sieht erstmal harmlos aus. Er gibt jedoch unsichtbare Strahlen ab, die Menschen und Tiere krank machen können. Er ist sogar lebensgefährlich.

In Deutschland sollen auch die letzten Atomkraftwerke bald abgeschaltet werden. Der Strom wird dann anders produziert, zum Beispiel mit Windrädern. Doch inzwischen hat sich eine Menge Atommüll angesammelt. Der bleibt tausende Jahre gefährlich. Deshalb stellt sich schon lange die Frage: Wohin mit dem gefährlichen Abfall, damit die Menschen davor geschützt sind?

Im Moment liegt der Atommüll in Zwischenlagern. Dort soll er aber nicht unbedingt bleiben. Fachleute haben sich deshalb auf die Suche gemacht. Sie wollen herausfinden: Wo könnte man den Atommüll in Deutschland am sichersten lagern? An diesem Montag stellen sie ihre ersten Ergebnisse vor. Dabei schlagen sie noch keine genauen Orte vor. Es geht erstmal um 90 Gebiete, die überhaupt in Frage kommen. Fest steht aber: Das Lager soll tief in der Erde entstehen.

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Atommüll-Endlager
 

Warum ist es so schwierig einen Standort zu finden?

Videolänge:
1 min

Damit so ein Atommülllager irgendwo gebaut werden kann, muss das Gebiet Voraussetzungen erfüllen. Dort muss es zum Beispiel im Boden eine stabile, dicke Schicht aus Gestein geben. Bestimmtes Gestein, zum Beispiel Ton oder Granit, kann die gefährlichen Strahlen abschirmen. Es sollte auch kein Gebiet mit hoher Erdbeben-Gefahr sein. Die könnten das Lager kaputt machen. Auch Gebiete, wo viele Menschen leben, sind nicht geeignet.

Früheres Kernkraftwerk
So sieht ein altes Kernkraftwerk aus: Auf seinem früheren Parkplatz wuchert mittlerweile Gestrüpp.
Quelle: dpa

Auf die Vorschläge der Fachleute reagieren viele Menschen mit etwas Sorge: Denn kaum jemand möchte, dass die gefährlichen Abfälle bei ihm um die Ecke gelagert werden. In der Vergangenheit war das zum Beispiel in Gorleben der Fall: Das liegt im Nordosten Deutschlands, im Bundesland Niedersachsen. Der Boden dort besteht aus Salzgestein - und das könnte die Strahlen abschirmen. Doch viele Leute dort wollten keinen Atommüll in ihrer Nachbarschaft. Daher gab es viele Proteste.

Gorleben ist nun keins der 90 Gebiete mehr, die die Fachleute am Montag vorgestellt haben. Endgültig entschieden ist allerdings sowieso noch nichts. In den Gebieten soll es erstmal weitere Untersuchungen geben. In etwa zehn Jahren soll der Ort für das Atommülllager feststehen. So lange muss der Müll erstmal in den Zwischenlagern bleiben.

Wohin mit dem Atommüll?
In solchen Behältern befindet sich der gefährliche Atommüll.
Quelle: dpa

Diesen Text haben die Kinder-DPA und Debbie geschrieben.

Absperrung in einem atomaren Zwischelager. Archivbild

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Was Ihr über die Endlagersuche wissen müsst
 

Deutschland sucht ein Endlager für Atommüll - und das ist ganz schön kompliziert.

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