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Zwischenlager - das müsst ihr wissen!

Atommüll ist sehr gefährlich und muss deswegen an speziellen Orten gelagert werden. Diese Orte nennt man Zwischenlager. Antworten auf eure Fragen gibt es hier.

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Warum gibt es überhaupt Zwischenlager?

Wenn in Atomkraftwerken Strom erzeugt wird, entsteht radioaktiver Müll. Der ist sehr gefährlich, weil er für viele tausend Jahre radioaktive Strahlen abgibt. Diese Strahlen können Menschen und Tiere sehr krank machen.

Das Problem: Bisher wird noch nach einem geeigneten Ort gesucht, an dem dieser Müll so lange sicher gelagert werden kann. Bis es dafür eine Lösung gibt, ist der Müll in Zwischenlagern untergebracht.

Castorbehälter in Gorleben
Im Zwischenlager in Gorleben stehen viele Castor-Behälter mit Atommüll.
Quelle: dpa


Wie viele Zwischenlager gibt es in Deutschlan
d

Aktuell gibt es in Deutschland 16 Zwischenlager mit hochradioaktivem Atommüll. Das bedeutet, der Müll in diesen Lagern hat eine besonders hohe Strahlung. Die meisten Zwischenlager liegen direkt an einem Atomkraftwerk. Es gibt aber auch einige, wie zum Beispiel in Ahaus und Gorleben, die sich an einem ganz anderen Ort befinden. Wenn dort Atommüll gelagert werden soll, muss er erst dorthin transportiert werden.

Karte mit Atom-Zwischenlagern in Deutschland
Über das ganze Land verteilt gibt es in Deutschland 16 Zwischenlager für hochradioaktiven Müll.
Quelle: ZDF

Wie kommt der gefährliche Atommüll ins Zwischenlager?

Damit beim Transport ins Zwischenlager nichts schief geht, muss der Atommüll sicher verpackt werden. Für besonders gefährlichen, also hochradioaktiven Müll gibt’s spezielle Behälter, die Castoren. Die Castoren sollen verhindern, dass die gefährliche radioaktive Strahlung nach außen dringt.

Liegt das Zwischenlager nicht in der Nähe des Atomkraftwerks, müssen die Castoren mit Zügen, Lastwagen und manchmal auch Schiffen dorthin transportiert werden.

Warum gibt es immer wieder Proteste bei Atommüll-Transporten?

Einige Menschen sind gegen die Transporte, weil sie zum Beispiel befürchten, dass aus den Behältern doch gefährliche Strahlen nach außen dringen könnten. Oder dass bei einem schweren Unfall, die Atommüll-Behälter kaputtgehen. Experten sagen aber, dass diese sehr sicher seien und dass alles getan werde, um Unfälle beim Transport zu verhindern.

Wie sicher sind Zwischenlager?

Alle Zwischenlager in Deutschland müssen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen einhalten, damit keine radioaktive Strahlung nach außen dringt. Die meisten Zwischenlager sind große Hallen und haben zum Beispiel spezielle, dicke Wände. Außerdem muss alles so stabil gebaut sein, dass selbst bei einem Flugzeugabsturz die Behälter in den Zwischenlagern nicht zerstört werden können.

Darüber hinaus messen Experten regelmäßig mit besonderen Geräten, ob radioaktive Strahlung nach außen dringt oder nicht. Es gibt Kritiker, die der Meinung sind, dass die Zwischenlager noch besser überwacht werden müssten. Sie fordern zum Beispiel mehr Messgeräte und eine noch sichere Bauweise der Zwischenlager.

logo!-Reporter Sherif im Zwischenlager Ahaus

logo! - Sherif im Zwischenlager 

logo!-Reporter Sherif hat das Atom-Zwischenlager in Ahaus besucht.

Videolänge

Was soll mit den Zwischenlagern in Zukunft passieren?

In Deutschland sollen 2022 die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Experten gehen davon aus, dass dann insgesamt etwa 1.900 Castorbehälter mit gefährlichem Atommüll in Deutschland gelagert werden müssen. Natürlich könnte man einfach alles in die Zwischenlager bringen, aber da gibt es ein Problem:

Die Zwischenlager sind nicht so gebaut, dass der Müll dort mehrere tausend Jahre sicher lagern könnte. Experten sind stattdessen gerade auf der Suche nach einem neuen Lager, einem Endlager tief unter der Erde, wo der Atommüll auch in Zukunft sicher aufbewahrt werden kann.

Am Montag vor 35 Jahren ereignete sich in der russischen Stadt Tschernobyl ein schwerer Unfall in einem Atomkraftwerk. Er hatte große Auswirkungen, weil damals Strahlung in die Umwelt gelangte - sogar bis nach Deutschland. Alles dazu, lest ihr hier:

Diesen Text hat Simone geschrieben.

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