Sie sind hier:

Bedrohte Bienen

Seit Jahren beobachten Forscherinnen und Forscher, dass es immer weniger Bienen gibt. Dafür gibt es viele Gründe. Hier bekommt ihr Tipps, wie ihr den Tieren helfen könnt.

Datum:

Jedes Jahr am 20. Mai ist Weltbienentag. Er soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig Bienen sind - und dass sie in Gefahr sind. Expertinnen und Experten sprechen vom Bienensterben. Das ist ein großes Problem.

Bei Bienen gibt es zwei Unterschiede:

  • Honigbienen bilden Völker und werden von Imkerinnen und Imkern gehalten, um Honig herzustellen. Sie sind nicht so stark vom Bienensterben bedroht, weil sich die Imkerinnen und Imker um sie kümmern.
  • Wildbienen sind viel stärker bedroht, sie könnten bald sogar aussterben. Sie leben meist allein und es gibt viele verschiedene Arten. Einige Wildbienenarten fliegen nur zu bestimmten Pflanzen. Diese Pflanzen sind von den Bienen abhängig und andersherum. Honigbienen dagegen sind weniger wählerisch. Sie fliegen zu viel mehr Pflanzen und legen dabei oft eine viel größere Strecke zurück.
Eine Biene sammelt Blütenstaub
Es gibt immer weniger Bienen.
Quelle: dpa

Warum Bienen sterben, dafür gibt es gibt viele Gründe. Wie schon gesagt, sind Wildbienen besonders bedroht. Laut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist mehr als die Hälfte von ihnen gefährdet oder verschwunden. Eine Ursache ist laut Expertinnen und Experten, dass es immer weniger Blütenpollen gibt. Viele Wiesen werden schon abgemäht, bevor sie blühen. Die Bienen, die sich von den Blütenpollen ernähren, finden deshalb immer weniger Nahrung. Auch dadurch sind sie geschwächt.

Andere Forscherinnen und Forscher sagen, dass vor allem Wildbienen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft schneller krank werden. Die Bienen nehmen die giftigen Pflanzenschutzmittel mit den Blütenpollen auf. Dadurch sinkt die Widerstandskraft der Bienen gegen Krankheiten. Kranke und geschwächte Bienen sterben schneller als gesunde.

Gefahr durch die Varroa-Milbe

Die Honigbiene hat ein anderes Problem: und zwar ein winzig kleines Insekt, die Varroa-Milbe. Die winzig kleinen Milben ernähren sich vom Blut der Honigbienen. Dafür beißt die Milbe die Biene. Dabei können Krankheiten übertragen werden, die die Biene schwächen. Wenn es zu viele Milben gibt, sterben oft ganze Bienenvölker.

Um die Bienen vor den Milben zu schützen, verwenden viele Imkerinnen und Imker mehrmals im Jahr bestimmte Mittel. Diese Mittel haben allerdings Nachteile: Sie schwächen die Bienen auch.

Rettung für die Bienen?

Forscherinnen und Forscher haben vor einiger Zeit ein anderes Mittel gefunden, eine Art Salz. Es schützt auch gegen die Varroa-Milben und schadet den Bienen aber nicht. Das Mittel hat den schwierigen Namen Lithiumchlorid. Die Imker können das Mittel in Zuckerwasser auflösen und damit Bienen füttern. Die Rettung für die Bienen bedeutet das neue Mittel allerdings nicht. Denn bis das Mittel wirklich eingesetzt werden kann, müssen noch viele Tests gemacht werden.

Tipps für Bienenfreunde

Auch ihr könnt selbst etwas tun, um den Bienen zu helfen und sie zu schützen. logo! hat ein paar Tipps für euch:

  • Pflanzt in eurem Garten oder auf dem Balkon Pflanzen an, die Bienen Nahrung bieten. Besonders über pollenreiche Pflanzen freuen sich Bienen - zum Beispiel Obstbäume, Schnittlauch, Zitronenmelisse oder Sonnenblumen.
  • Habt ihr einen Imker bei euch in der Nähe, dann kauft euren Honig bei ihm. Denn: Verdient der Imker gut an seinem Honig, überlegt er vielleicht sich ein paar mehr Bienenstöcke anzuschaffen.
  • Benutzt auf keinen Fall Insektenschutzmittel für eure Pflanzen. Für die Bienen ist das nämlich Gift.
  • Habt ihr eine Wiese? Wenn ja, dann mäht sie nur zwei Mal im Jahr und vor allem nicht dann, wenn sie blüht.

Warum sind Bienen wichtig?

logo! - Wichtige Bienen 

Warum Bienen so wichtig sind und nicht aussterben sollten.

Videolänge
1 min · ZDFtivi 1 min
Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!