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Berliner Mauer

Deutschland war viele Jahre durch die Mauer geteilt.

Datum:
Ein Bild der DDR-Flagge
Die DDR-Flagge Quelle: colourbox.de

Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945) teilten die vier Sieger-Länder (USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion) Deutschland in vier Zonen auf. 1949 entstanden aus den vier Zonen zwei deutsche Staaten: Die US-amerikanische, britische und französische Zone wurden zur Bundesrepublik Deutschland mit der Hauptstadt Bonn. Aus der sowjetischen Zone wurde die Deutsche Demokratische Republik (DDR).

Streit um Berlin

Streit gab es um Berlin: Vor dem Zweiten Weltkrieg war es die Hauptstadt Deutschlands gewesen. Großbritannien, Frankreich und die USA wollten nicht, dass sowjetische Politiker dort alleine das Sagen haben sollten. Sie dachten, dass sowjetische Politiker vielleicht nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland alleine bestimmen wollten. Die Sowjetunion war damals ein riesiges Land, zu dem auch das heutige Russland gehörte.

Der Streit der vier Länder um Berlin endete damit, dass die Stadt in zwei Teile geteilt wurde. Der Ostteil gehörte danach zur DDR und der Westteil zur Bundesrepublik Deutschland. Es gab also mitten in der DDR einen kleinen Teil, der zur Bundesrepublik Deutschland gehörte: West-Berlin!

Hilfe aus den USA

Den Menschen im Westen ging es nach dem Krieg schneller wieder besser als den Menschen im Osten. Das lag zum Beispiel daran, dass die Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin viel Unterstützung von den reichen USA bekamen. So waren zum Beispiel die Läden in der Bundesrepublik bald wieder gefüllt. Auch auf den Märkten gab es wieder fast alles zu kaufen. In der DDR dagegen ging es den Menschen viel schlechter und sie verdienten auch viel weniger Geld. Die Sowjetunion konnte die DDR nämlich nicht mit viel Geld unterstützen. Das Land war nicht so reich wie die USA.

Menschen aus der DDR flüchten
Flucht von Ost- nach West-Berlin Quelle: dpa

Die Regierung der DDR war sehr streng: Die Menschen in der DDR durften zum Beispiel kaum mitreden, was in ihrem Land passieren sollte. Viele Menschen in der DDR waren nicht mit der Politik der Regierung einverstanden. Das zu sagen, wäre allerdings sehr gefährlich gewesen. Die Regierung konnte den Leuten zur Strafe zum Beispiel den Job wegnehmen oder sie sogar ins Gefängnis sperren lassen.


Ab in den Westen

Bau der Berliner Mauer
Die Mauer trennte Ost- und Westdeutschland. Quelle: dpa

Deshalb kamen viele Menschen damals über die Grenze aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1949 bis 1961 wanderten mehr als zwei Millionen Menschen in die Bundesrepublik aus! Das war für die Regierung der DDR ein Riesen-Problem, weil vor allem junge und gut ausgebildete Leute das Land verließen.
Die Politiker in der DDR hatten Angst, dass immer mehr Menschen aus ihrem Staat weggehen würden. Deshalb machten sie die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland dicht. Und zwar so: Am 13. August 1961 spannten Arbeiter erst Stacheldraht mitten durch Berlin und bauten dann eine drei Meter hohe Mauer quer durch die Stadt.

28 Jahre lang getrennt

Zusätzlich wurde die ganze Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland dicht gemacht. Soldaten der DDR bewachten sie schwer. Kein Bürger der DDR sollte mehr in die Bundesrepublik Deutschland kommen können! 28 Jahre lang waren Ost- und West-Berlin, waren Bundesrepublik Deutschland und DDR durch eine schwer bewachte Grenze in zwei Teile gespalten. Freunde und Verwandte konnten sich nicht mehr sehen.

Lebensgefährliche Flucht

Mit der Zeit wurden aber mehr Menschen in der DDR mit ihrer Regierung unzufrieden. Sie wollten nicht mehr in ihrem Land eingeschlossen sein. Denn es gab viele Länder, in die sie nicht reisen durften - höchstens mit einer Ausnahmegenehmigung. Tausende von Menschen versuchten deshalb, aus der DDR zu fliehen. Das war lebensgefährlich, weil die Soldaten an der Grenze hatten den Befehl hatten, auf flüchtende Menschen zu schießen. So wurden mehr als 1.000 Menschen auf der Flucht aus der DDR getötet.

Protest gegen die Mauer

Viele Jahre später, im Jahr 1989, begannen viele Menschen, die in der DDR geblieben waren, offen auf der Straße gegen ihre Regierung zu demonstrieren. Nach und nach machten immer mehr Menschen bei diesen Demonstrationen mit. Außerdem versuchten Politiker aus anderen Ländern, die DDR zu überreden, ihre Grenzen wieder zu öffnen.

Wiedervereinigung

Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor am 10.11.1989
DDR-Bürger feiern den Mauerfall 1989. Quelle: dpa

Der Druck auf die DDR-Regierung wurde immer größer, so dass sie schließlich aufgeben musste. Die Berliner Mauer wurde am 9. November 1989 geöffnet. Darauf hatten viele Menschen lange gewartet und konnten es vor Freude kaum fassen! Sie kletterten auf die Mauer, die Deutschland so lange geteilt hatte, und feierten. Die Menschen aus der DDR konnten endlich wieder reisen, wohin sie wollten. Ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, wurden die beiden deutschen Teile wiedervereinigt. Seither gibt es nur noch ein Land: Deutschland. Hauptstadt ist wieder Berlin - wie vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Mauer wurde abgerissen. Nur ein paar wenige Teile wurden zur Erinnerung an die deutsche Teilung stehengelassen.

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