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Ganz besonderes Fotoshooting

Wissenschaftler haben am Donnerstag ganz neue Bilder der Sonne präsentiert. Sie kommen von einer Raumsonde, die um die Sonne fliegt.

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Im Februar startete eine spezielle Raumsonde in Richtung Sonne. Sie heißt "Solar Orbiter" und hat nun, ein halbes Jahr später, erste Bilder vom Fotoshooting der Sonne aus dem All auf die Erde gesendet. Das Besondere: So nah an der Sonne hat noch kein Fotoshooting stattgefunden.

Das Bild von Solar Orbiter zeigt die Sonne als gelben glühenden Ball.
So nah hat man die Sonne noch nie fotografiert.
Quelle: photo by solar orbiter/eui team handout/epa-efe/shutterstock

Nur 77 Millionen Kilometer, ungefähr der halbe Weg zwischen Erde und Sonne, war der Orbiter beim Fotografieren und Messen entfernt. Das klingt nicht besonders nah, ist aber für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine kleine Sensation. An Bord fliegen zehn Messinstrumente mit, die alle unterschiedliche Dinge messen. Beispielsweise, was auf der Oberfläche der Sonne passiert oder welche Strahlen die Sonne ins Weltall und auch Richtung Erde schickt. Außerdem sollen auch Stellen an der Sonne beobachtet werden, die bis jetzt noch nicht erforscht sind.

Auf der Oberfläche haben die Forscherinnen und Forscher kleinere Eruptionen, also Ausbrüche entdeckt. Die haben sie als „Lagerfeuer“ beschrieben die überall zu sehen sind. Sie vermuten, dass es sich bei diesen „Lagerfeuern“ um Mini- Sonneneruptionen handeln könnte. Bei einer Sonneneruption werden kleine, elektrisch geladene Teilchen super schnell ins Weltall geschleudert. Einige davon können sogar die Erde erreichen. Bei besonders heftigen Eruptionen können wir die Auswirkungen vor allem in der Nähe vom Nord- und Südpol als Polarlichter sehen.

Polarlicht über einer winterlichen Landschaft.
Polarlichter entstehen, wenn die Teilchen der Sonne auf die Erde treffen.
Quelle: reuters/Alexander Kuznetsov

In den nächsten Jahren soll die Sonde sogar noch näher an den heißen Stern ranfliegen. Damit der "Solar Orbiter" nicht durch die Hitze kaputt geht, wurde ein spezielles Hitzeschild eingebaut.

Bei dieser Weltraummission haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Europäischen und der Amerikanischen Weltraumorganisation zusammengearbeitet.

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