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Die Luft in Europa wird besser

Die Luftqualität auf Europas Straßen hat sich in den letzten Jahren verbessert. Das sagt ein Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde. Warum es aber trotzdem keinen Grund zur Entwarnung gibt, erklären wir euch.

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Das kennen bestimmt viele von euch: Man tritt vor die Tür, nimmt einen tiefen Atemzug...und atmet prompt die Abgase des vorbeibrausenden LKWs ein. In Großstädten, wo viele Autos fahren und auch mehr Abgase in der Luft hängen, kann das manchmal ganz schön unangenehm sein.

Jetzt gibt es aber eine gute Nachricht: Denn die Luftqualität in Europa hat sich in den letzten Jahren insgesamt verbessert. Das sagt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA, der am Montag veröffentlicht wurde.

Die Luft in Europa ist sauberer

Laut des Berichts gibt es insgesamt weniger schädliche Schadstoffe, wie zum Beispiel Feinstaub und Stickoxide, in der Luft als noch vor 10 Jahren. Es werden also zum Beispiel im europäischen Straßenverkehr weniger dieser Stoffe ausgepustet. Und das ist gut so - denn sie sind nicht gut für unsere Gesundheit, weil sie beim Einatmen in die Lunge und sogar in den Blutkreislauf gelangen können. Und wenn zu viele dieser Schadstoffe eingeatmet werden, dann kann das sogar zu Lungenkrankheiten, wie zum Beispiel Asthma, führen.

Weil die Luft jetzt weniger verschmutzt ist, sterben laut des Berichts auch weniger Menschen. Die Expertinnen und Experten sagen, dass im Vergleich von 2009 zu 2018 rund 60.000 Menschen weniger durch die Belastung mit Schadstoffen gestorben sind. Trotzdem sei die Luft noch nicht sauber genug, da noch immer zu viele Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung sterben.

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Es muss mehr getan werden

eine junge demonstrantin, die einen mund-nasen-schutz traegt, haelt am globalen streiktag fuer soziale- und klimagerechtigkeit von fridays for future an der alten oper ein plakat mit der aufschrift "if you breathe air, you should care" ("wenn du luft atmest, sollte dich das interessieren").
"Wenn du Luft atmest, sollte dich das interessieren": Eine Demonstrantin protestiert für mehr Klimagerechtigkeit.
Quelle: dpa

Obwohl sich die Luftqualität in den letzten Jahren also schon deutlich verbessert hat, geben die Expertinnen und Experten noch keinen Grund zur Entwarnung. Es müsse noch viel mehr getan werden, damit die Luft sauberer wird. Denn noch immer sterben laut Schätzungen des Berichts allein in Deutschland rund 10.000 Menschen pro Jahr durch Schadstoffe.

Die Zahl der vorzeitigen Todesfälle in Europa aufgrund von Luftverschmutzung ist immer noch viel zu hoch.
EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius

Gründe für die bessere Luftqualität

Laut des Berichts sind geringere Emissionen - also weniger Ausstöße von Schadstoffen im Verkehr und in der Energie - einer der Hauptgründe für die verbesserte Luftqualität in Europa. Und auch die Corona-Pandemie und die Lockdowns in vielen Ländern haben sich anscheinend positiv auf die Luft ausgewirkt: In vielen europäischen Ländern hätten sich die Schadstoffe in der Luft um bis zu 60 Prozent reduziert, sagt die EEA.

Was jetzt noch getan werden muss

Um die Luftqualität aber langfristig zu verbessern, sehen die Expertinnen und Experten insbesondere in der Landwirtschaft und beim Heizen noch Handlungsbedarf. Zum Beispiel wird in Osteuropa noch besonders viel mit Kohle und Holz geheizt - und das verursacht viel Feinstaub in der Luft. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace rief die Autobranche dazu auf, sich an Grenzwerte von Schadstoffen zu halten, da sie eine Verantwortung für die Luftqualität trage.

Die EEA sagt, dass in Zukunft also noch mehr Maßnahmen nötig sind, um die Luftverschmutzung zu verringern und die Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Diesen Text hat Lisa geschrieben.

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