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Zu wenig Möglichkeiten, draußen zu spielen?

Eine Befragung zeigt: Es gibt viele Gründe, warum Kinder und Jugendliche nicht regelmäßig draußen spielen. Was sagt ihr dazu?

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Draußen kicken, radfahren oder sich einfach mal so richtig austoben - das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund für den Körper und den Kopf. Warum, erfahrt ihr im verlinkten Video.
Doch es gibt viele Gründe, warum Kinder und Jugendliche in Deutschland nicht regelmäßig draußen spielen. Das ist das Ergebnis des Kinderreports 2020.

Diese Gründe nannten die Kinder, die befragt wurden:

  • Die meisten sagten, dass ihnen draußen die Spielkameradinnen und -kameraden fehlen.
  • Außerdem hätten viele auch zu wenig Zeit, draußen zu spielen.
  • Und der Straßenverkehr sei zu gefährlich.

Auch Erwachsene wurden befragt, warum ihre Kinder nicht regelmäßig draußen spielen. Auch sie nennen als Grund den gefährlichen Straßenverkehr. Außerdem hätten viele Kinder und Jugendliche Angst, von anderen geärgert zu werden.

Das fordern Expertinnen und Experten

Expertinnen und Experten des Kinderhilfswerks meinen, dass die fehlenden Spielkameraden oft damit zu tun haben, dass es keine guten Treffpunkte gibt. Sie fordern deshalb, dass das Draußenspielen besser gefördert wird - zum Beispiel durch:

  1. Spielstraßen und andere verkehrsberuhigte Bereiche
  2. Freie Flächen wie Wiesen
  3. Offene Kinder- und Jugendtreffs

Dort könnten sich Kinder und Jugendliche mit anderen treffen. Das sei vor allem für Kinder wichtig, die keinen Garten haben, in den sie zum Beispiel ihre Freundinnen und Freunde einladen können.

Kinderrechte ins Grundgesetz?

Franziska Giffey (SPD) bei einer Kabinettssitzung.
Franziska Giffey (SPD) bei einer Kabinettssitzung.
Quelle: Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa

Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey unterstützt die Forderungen der Expertinnen und Experten. Sie sagt außerdem, dass sich die Lage durch Corona noch weiter verschärft habe. Kinder und Jugendliche müssten momentan mit extremen Einschränkungen leben. Sie will, dass mehr auf das Wohl von Kindern und Jugendlichen geachtet wird. Deshalb sollten die Kinderrechte ins Grundgesetz geschrieben werden. (Mehr dazu erfahrt ihr, wenn ihr hier klickt.) So würde zum Beispiel auch bei der Stadtplanung mehr darauf geachtet werden, was Kinder brauchen.

Ich finde, es ist an der Zeit, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, damit auf lange Sicht jede Stadt und jede Gemeinde eine kinderfreundliche Kommune wird.
Franziska Giffey, Budesfamilienministerin

Wie ist das bei euch? Ist es euch wichtig, draußen zu spielen? Und wie klappt das? Gibt es bei euch auch Gründe, warum ihr nicht so gern draußen spielt? Diskutiert mit!

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