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Schulen in Hessen sollen auf Noten verzichten dürfen

Viele hessische Schulen sollen bald selbst entscheiden können, ob sie ihre Schüler benoten oder stattdessen schriftlich beurteilen. Das planen Politiker und Politikerinnen der Landesregierung. Noten oder Beurteilungen - was findet ihr besser? Hier könnt ihr abstimmen.

Datum:
Zeugnis
Zeugnisse von Schülern in Hessen könnten bald anders aussehen.
Quelle: dpa

Das Bundesland Hessen wird von den beiden Parteien CDU und Bündnis90/Die Grünen regiert. Vor Beginn ihrer Regierung im Januar 2019 haben sie sich unter anderem darauf geeinigt, die Arbeit vieler Schulen im Bundesland zu verbessern. Die Schulen sollen mehr Freiheiten bekommen, also vermehrt selbst darüber entscheiden können, was unterrichtet wird und wie unterrichtet wird. Ideen sind zum Beispiel:

  • Schüler und Schülerinnen sollen im Unterricht mehr mitbestimmen können.
  • Es soll mehr Stunden geben, in denen Schüler aus verschiedenen Altersgruppen zusammen lernen.
  • Außerdem sollen Fächer wie Mathematik oder Biologie nicht mehr streng voneinander getrennt werden, stattdessen sollen Zusammenhänge zwischen den Fächern klarer werden.
  • Und: Schulen sollen selbst entscheiden, ob sie den Schülern und Schülerinnen Noten geben oder ihnen schriftliche Beurteilungen schreiben.

In Hessen gibt es rund 1.800 Schulen. Erstmal können aber nur bis zu 150 Schulen in den nächsten fünf Jahren die neuen Ideen ausprobieren. Darunter können sowohl Grundschulen als auch weiterführende Schulen sein.

Aber: Schriftliche Beurteilungen kommen nur für die Klassen in Frage, nach denen kein Wechsel auf eine weiterführende Schule ansteht. Bei einem Abschluss oder einem Schulwechsel müssen Noten vergeben werden.

Was für und was gegen schriftliche Beurteilungen spricht

Schriftliche Beurteilungen können den Schülern und Schülerinnen dabei helfen, ihre Stärken und Schwächen besser zu erkennen. Dadurch denken sie vielleicht selber mehr darüber nach, was sie verbessern können. Auf der anderen Seite wird es schwieriger, sich untereinander zu vergleichen, und die Schüler werden möglicherweise nicht so gut darauf vorbereitet, dass es in Abschlussklassen dann Noten gibt. Außerdem haben die Lehrer und Lehrerinnen mit schriftlichen Beurteilungen auch mehr Arbeit, da sie mehr schreiben müssen. Der Vorteil: Der Lehrer oder die Lehrerin beschäftigt sich dadurch möglicherweise auch mehr mit dem Schüler oder der Schülerin.

Es spricht also einiges für und einiges gegen die schriftlichen Beurteilungen. Was haltet ihr davon?

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