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Das machen Bienen im Winter

Habt ihr im Winter schon mal eine Biene draußen gesehen? Wahrscheinlich eher nicht. Aber was machen Bienen im Winter eigentlich? Das erfahrt ihr hier.

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Vielleicht habt ihr im Winter auch manchmal so gar keine Lust, nach draußen zu gehen. In der Wohnung ist es zu dieser Jahreszeit eben einfach wärmer und gemütlicher... Den Honigbienen geht es ähnlich. Sie verbringen die kalte Jahreszeit drinnen - und zwar in ihrem Bienenstock. Das ist meist ein großer Kasten aus Holz, den Imkerinnen und Imker für die Bienen aufstellen.

Vorbereitung im Sommer

Die Vorbereitung auf den Winter beginnt schon im Spätsommer. Dann legen die Bienen einen Futtervorrat aus Blütenstaub und Honig an. Das ist richtig viel Arbeit, denn der Vorrat muss für den ganzen Winter reichen!

Bienen fliegen zurück in den Bienenstock
Vor Beginn des Winters bringen die Bienen Futtervorräte in den Bienenstock.
Quelle: dpa/jensen, rainer

Winterbienen lösen Sommerbienen ab

Kurz vor Beginn des Winters findet erstmal ein Arbeitswechsel statt: Die sogenannten Winterbienen lösen die Sommerbienen ab. Denn die Bienen, die im Sommer den Bienenstock gereinigt, Pollen gesammelt und Honig produziert haben, leben nur bis zum Ende des Herbstes. Im Herbst schlüpfen die Winterbienen. Im Gegensatz zu den Sommerbienen sind sie richtige Stubenhocker: Denn sie verlassen den Bienenstock nun bis zum Beginn des Frühlings fast gar nicht mehr!

Kuschelparty im Bienenstock

Bienenstock im Winter
Auch wenn es draußen schneit - in den Bienenstöcken haben es die Bienen kuschelig warm.
Quelle: imago

Stattdessen beginnt drinnen im Heim der Bienen eine Art Pyjama-Party. Damit ihnen nicht kalt wird, kuscheln die Bienen sich drinnen im Bienenstock ganz eng aneinander.

Das allein reicht aber noch nicht. Denn anders als wir Menschen sind Bienen wechselwarme Tiere. Das bedeutet: Wenn die Temperatur um sie herum sinkt, dann sinkt auch ihre Körpertemperatur. Um trotzdem nicht auszukühlen, haben die Bienen einen Trick: Sie zittern sich warm! Das Zittern entsteht durch schnelle Bewegungen der Muskeln. Dadurch wärmen die Körper der Bienen sich auf. Mit dieser ziemlich genialen Technik kann es in einem Bienenstock bis zu 30 Grad warm werden! Das ist für die Bienen aber extrem anstrengend - deshalb legen sie immer wieder Pausen ein, in denen sie sich nicht bewegen und den Bienenstock so wieder etwas abkühlen lassen.

Bienenkönigin in der Mitte

Bienenkönigin mit grünem Punkt
Die Bienenkönigin ist hier an dem grünen Punkt zu erkennen.
Quelle: dpa/andreas lander

Jedes Bienenvolk hat eine sogenannte Königin, die Eier legen kann und so dafür sorgt, dass das Bienenvolk sich vermehren kann. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie den Winter überlebt. Ihr Platz befindet sich daher ganz in der Mitte der zusammengekuschelten Bienen, wo es am wärmsten ist. Die anderen Bienen wechseln sich immer wieder ab. Wer eine Weile außen gesessen hat, wo es kälter ist, darf dann mit den Bienen in der Mitte tauschen.

Kurze Ausflüge

Nur an warmen Wintertagen fliegen die Bienen für kurze Zeit nach draußen. Dann erledigen sie auch ihren "Klogang" – denn im Bienenstock soll es sauber bleiben! Weil die Winterbienen nur so selten unterwegs sind, verbrauchen sie viel weniger Energie als die Sommerbienen. Die Bienen im Sommer leben daher nur ungefähr sechs Wochen – die Winterbienen werden fünf bis sechs Monate alt.

Kurz vor Beginn des Frühlings schlüpft die neue Brut, also die jungen Bienen, die zur warmen Jahreszeit dann wieder draußen herumfliegen und den Nektar der Blumen sammeln. Ohne die Arbeit der Winterbienen würde es sie gar nicht geben! Sommer- und Winterbienen sind also ein richtig gutes Team...

Bienen schwirren vor einem Bienenstock
An warmen Wintertagen machen die Bienen auch mal einen kurzen Ausflug nach draußen.
Quelle: imago

So überwintern andere Insekten:

Diesen Text hat Jana geschrieben.

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