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Geschmolzenes Gerüst wird abgebaut

Rund ein Jahr nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame wird nun begonnen, das geschmolzene Gerüst vorsichtig abzubauen. Eine Herausforderung für die Arbeiter: Das Gerüst wiegt mehr als 200 Tonnen.

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Vor über einem Jahr hat in Paris die Kathedrale Notre-Dame gebrannt. Große Teile der Kirche, vor allem das Dach, wurden dabei zerstört. Nachdem die Bauarbeiten wegen Corona zunächst gestoppt wurden, geht es nun wieder weiter. Beim Brand war auch ein tonnenschweres Baugerüst teilweise geschmolzen. Das muss nun sehr aufwändig abgebaut werden, denn das große Gewicht des Gerüsts liegt auf den alten Mauern der Kirche. Es wiegt rund 200 Tonnen und besteht aus tausenden von Einzelteilen. Für die Arbeiter also ein bisschen wie ein riesiges Mikado-Spiel. Dabei ist die Gefahr groß, dass beim Abbauen einzelne Teile herunterfallen und so die Mauern der Kirche zerstören. Außerdem sind die Arbeiter bis zu 40 Meter über dem Boden, das Ganze ist also ganz schön gefährlich.

Viele Gerüste hüllen die alte Kirche "Notre Dame" in Paris ein.
Ein Gerüst für ein Gerüst: Die Arbeiter fangen an, mit einem neuen Gerüst das alte geschmolzene Gerüst vorsichtig abzubauen.
Quelle: ian langsdon/epa-efe/shutterstock

Was ist in der Brandnacht passiert?

Notre-Dame-Brand
Im Inneren von Notre-Dame nach dem Brand der Kirche im April 2019.
Quelle: dpa

Am 15. April 2019 hat die Kathedrale Notre-Dame mitten in Paris gebrannt. Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist bisher noch nicht klar. Es könnte mit Bauarbeiten am Dach zusammenhängen. Experten untersuchen, wie es zu dem Brand kommen konnte. Ungefähr 400 Feuerwehrleute waren damals im Einsatz, um die weltberühmte Kathedrale vor den Flammen zu retten. Das Feuer zerstörte das komplette Dach sowie einen Spitzturm. Doch die Feuerwehr konnte die beiden großen Türme retten, in denen auch die schweren Glocken hängen. Außerdem waren in Notre-Dame viele sehr wichtige und wertvolle Kunstschätze. Helfer haben einige davon rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen können. Wie zum Beispiel eine Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll.

Feuerwehren versuchen den Brand unter Kontrolle zu bekommen
Das Dach brannte lichterloh, die beiden großen Türme konnten gerettet werden.
Quelle: ap

Wiederaufbau in fünf Jahren?

Nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame wird nun schon mit dem Neuaufbau und der Renovierung der Kirche begonnen. Der Plan: Die Kirche soll in fünf Jahren wieder aufgebaut worden sein. Solange umfassende Renovierungen stattfinden, bleibt die Kirche für Besucher geschlossen - also für mindestens fünf Jahre, vielleicht sogar länger. Denn einige Experten sind skeptisch, ob die Renovierung Notre-Dames in fünf Jahren zu schaffen ist. Durch Corona gab es nun noch weitere Verzögerungen. In der Vergangenheit haben schon häufiger ähnlich große Kirchen gebrannt - zum Beispiel in Dresden oder in der französischen Stadt Reims. Dort hat der Wiederaufbau deutlich länger gedauert als fünf Jahre.

Notre Dame vor dem Brand
Notre-Dame vor dem Brand. Der Spitzturm wurde komplett zerstört.
Quelle: ap
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