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Brexit: Es ist soweit

Am 31. Januar 2020 um 24 Uhr hat Großbritannien nach langem Hin-und-Her die EU verlassen. Doch ändern wird sich bis Ende des Jahres erst mal nicht viel.

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Dieses Bild von Graffiti-Künstler Banksy an einer Hauswand in der englischen Stadt Dover wurde zu einem Brexit-Symbol: Wenn Großbritannien geht, verliert die EU-Flagge einen ihrer Sterne.

Zum letzten Mal im EU-Parlament

In Brüssel war am Freitag der letzte Tag für die britischen Abgeordneten im EU-Parlament. Für Brexit-Befürworter ein Grund zum Jubeln. Am Morgen zogen einige EU-Abgeordnete der Brexit-Partei und ihre Anhänger feierlich aus dem Europaparlament aus, angeführt von einem Dudelsackspieler und mit dem "Union Jack", der britischen Flagge. Sie nannten das Ganze: "Brexodus" - das Wort ist aus Teilen der Wörter "Brexit" und "Exodus", also "Auszug", zusammengesetzt. Für Brexit-Gegner war heute dagegen ein trauriger Tag.

Der lange Weg zum Brexit

Der Brexit sollte ja schon öfter kommen und wurde immer wieder verschoben. Ursprünglich wollte das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland bereits Ende März 2019 aus der Europäischen Union (EU) austreten. Für diesen Schritt hatten die Menschen in Großbritannien und Nordirland in einer Abstimmung bereits im Sommer 2016 gestimmt.

Archiv: Flaggen der EU und Großbritanniens vor dem Parlament in London am 15.01.2019.
Brexit ist am 31. Januar 2020 um 24 Uhr.
Quelle: Reuters

Die britische Regierung hatte dann mit der Europäischen Union einen Vertrag ausgehandelt, der den Austritt aus der EU regeln sollte: den sogenannten Brexit-Deal. Doch viele britische Politikerinnen und Politiker waren mit diesem Vertrag nicht einverstanden und lehnten den Brexit-Deal mehrmals ab. Deshalb wurde der Austrittstermin auch schon einige Male verschoben.

Endgültiges Austrittsdatum: 31. Januar 2020

Abstimmung im Unterhaus
Wichtige Abstimmung kurz vor Weihnachten
Quelle: reuters

Der britische Premierminister Boris Johnson hat gemeinsam mit der EU einige Änderungen an dem Vertrag vorgenommen und das Austrittsdatum auf den 31. Januar 2020 gelegt.

Über diesen Brexit-Deal haben die britischen Politiker und Politikerinnen im Dezember 2019 abgestimmt: Die Mehrheit der Abgeordneten war dafür - und damit war entschieden, dass der Brexit tatsächlich kommt.

Wie es nach dem 31. Januar weitergeht

Erst mal ändert sich gar nicht so viel. Offiziell gehört das Vereinigte Königreich nach dem 31. Januar 2020 zwar nicht mehr zur EU, aber viele Verträge und Abkommen bleiben bis Ende des Jahres bestehen. Deshalb läuft auch der Handel zunächst weiter wie gewohnt. Wenn man etwa mit dem Handy ins EU-Ausland telefoniert, kostet das nichts extra. Und für Reisen nach Großbritannien braucht man weiterhin nur den Personalausweis, kein extra Visum. Bis zum 31. Dezember 2020 gilt eine Übergangsphase - bis dahin haben die Politikerinnen und Politiker Zeit, neue Verträge und Abkommen auszuhandeln, die die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union regeln.

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