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Livestream statt Besuchergedränge - Buchmesse im Internet

Der Herbst ist Lesezeit. Und Herbst ist Buchmesse-Zeit: Jedes Jahr im Oktober findet die internationale Buchmesse in Frankfurt statt. Wegen der Corona-Krise muss sie dieses Jahr ins Internet ausweichen. Deshalb heißt es: Livestream und Videos gucken statt sich im Besuchergedränge auf der Messe tümmeln.

Datum:
Aufgeklapptes Buch steht auf Laub

Normalerweise steht in den Messe-Hallen ein Stand neben dem anderen. Normalerweise drängen sich dazwischen die Besucher. Und normalerweise schauen sie sich dabei stapelweise Bücher an. Doch in diesem Jahr fällt das Normale meist aus. Das gilt auch auf der berühmten Buchmesse in Frankfurt am Main, die am Dienstag eröffnet wurde.

Wegen der Sorge vor dem Coronavirus findet sie in diesem Jahr fast nur im Internet statt. Dort zeigen etwa Verlage, welche neuen Bücher sie im Angebot haben. Außerdem gibt es Lesungen und Vorträge. Insgesamt sind 4.400 digitale Aussteller aus 110 Ländern angemeldet. Ganze 260 Stunden Programm mit 750 Sprechern und Sprecherinnen werden im Internet angeboten.

Das tut sich bei Büchern und im Buchhandel gerade

Corona: Im Frühjahr wurden strenge Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus aufgestellt. Damals mussten auch die meisten Buchläden eine Zeit lang schließen. Das veränderte einiges: Lesungen von Autoren und Autorinnen wurden ins Internet verlegt. Auch kleinere Buchhandlungen lieferten die Bücher plötzlich zu ihren Kunden nach Hause. Trotzdem wurden deutlich weniger Bücher verkauft als sonst. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Seit die Läden wieder geöffnet haben, steigen die Verkäufe stark. Der Verlust der Händlerinnen und Händler ist also längst nicht mehr so groß wie noch im Frühjahr.

E-Book-Reader
E-Books werden beliebter.
Quelle: dpa

E-Books: Auf Papier gedruckt oder digital als E-Book? Die meisten Menschen entscheiden sich für die gedruckte Form. Dennoch steigt die Zahl der E-Book-Leserinnen und -Leser. 6,5 Millionen Menschen haben in Deutschland im vergangenen Jahr mindestens ein E-Book gekauft. Fachleute haben herausgefunden: Es kaufen mehr Frauen als Männer E-Books. Eine halbe Million Käufer waren zwischen 10 und 24 Jahre alt.

Jüngere Leser: Jeder Fünfte in Deutschland liest seit Beginn der Corona-Krise häufiger. Bei den 10- bis 19-Jährigen ist es sogar jeder Dritte. Kein Wunder also, dass Kinder- und Jugendbücher besonders oft gekauft werden. Das gilt nicht nur für die Corona-Zeit, sondern war auch schon vorher so. Im vergangenen Jahr wuchsen die Einnahmen mit Kinder- und Jugendbüchern.

Dieser Artikel ist von der dpa.

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