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Charles Darwin und die Evolution

Warum gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Lebewesen und Pflanzen? Und stammt der Mensch wirklich vom Affen ab? Der Wissenschaftler Charles Darwin hatte dazu eine wichtige Idee.

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Was haben ein Spatz von heute und ein riesiger Dinosaurier, der vor Millionen Jahren ausgestorben ist, gemeinsam? Lange Zeit konnte man sich nicht vorstellen, dass es eine Verbindung zwischen diesen Tieren geben könnte. Aber dann kam ein Mann, der genau davon überzeugt war: Charles Darwin. Vor mehr als 200 Jahren, genauer gesagt am 12. Februar 1809, wurde er in England geboren.

Wie sind die Arten entstanden?

Charles Darwin
Die Evolutionstheorie von Charles Darwin erklärt die Entstehung der Arten. Quelle: ZDF

Darwin wollte wissen, wie die unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten auf der Welt entstanden sind. Um das herauszufinden, beobachtete der Wissenschaftler die Tierwelt. Dabei beschrieb er zum Beispiel die einzelnen Tierarten, ihr Aussehen und ihr Verhalten. Auf einer Weltumseglung entdeckte Darwin außerdem viele Tiere, die bis dahin noch niemand beobachtet hatte. 

Darwin fand heraus, dass sich die vielen verschiedenen Tierarten im Laufe von Millionen Jahren allmählich entwickelt haben. Diesen Prozess nannte Darwin "Evolution". Das ist lateinisch und bedeutet "Entwicklung". Die Umwelt veränderte sich im Laufe der Zeit: Wenn es zum Beispiel weniger Futter gab, überlebten die Tiere, die auch andere Dinge fressen konnten. Sie vermehrten sich und so entstanden nach und nach unterschiedliche Arten.

Große Verwirrung

Schimpanse aus Uganda
Darwin fand heraus, dass Mensch und Schimpanse gemeinsame Vorfahren haben. Quelle: ZDF/Mark MacEwen

Darwins Lehre sorgte für große Verwirrung. Denn in der Bibel steht, dass Gott die Tiere und den Menschen erschaffen habe. Darwin dagegen behauptete, der Mensch habe sich aus der Tierwelt entwickelt.

Auch wenn die Kirche Darwins Evolutionslehre damals für falsch hielt, heute sind sich fast alle, auch die meisten Kirchenleute, einig: Die Evolutionslehre von Darwin stimmt und war damit eine unglaubliche Entdeckung für die Wissenschaft. Dank Darwin wissen wir heute, dass Schimpansen und Menschen gemeinsame Vorfahren haben.

Der Mensch stammt vom Affen ab

Vor etwa sieben Millionen Jahren gab es in Afrika zwei Affenarten. Aus der einen Art entwickelten sich über Jahrmillionen die Schimpansen und aus der anderen Art die Menschen. Vorher entwickelte sich allerdings über Millionen von Jahren das Gehirn unserer affenähnlichen Vorfahren: Nach und nach wurde es immer größer. Außerdem lernten unsere Vorfahren aufrecht zu gehen. Einer dieser aufrecht gehenden Urmenschen war "homo erectus", was so viel heißt wie der aufrechte Mensch. Vor 200.000 Jahren entwickelte sich aus seiner Art in Afrika schließlich "homo sapiens", der wissende Mensch. Und zu dieser Art gehören wir. Vor etwa 80.000 Jahren verließen einige Gruppen der "homo sapiens" schließlich ihre Heimat Afrika und besiedelten nach und nach die restliche Welt. Menschen weltweit stammen von der Gruppe ab, die damals aus Afrika ausgewandert ist.

Unerwartete Verwandtschaft

Aber was haben nun die Spatzen und Dinos gemeinsam? Auch sie sind Verwandte! Die Vögel sind sogar näher mit den Dinos verwandt als die Krokodile. Wieso? Die Krokodile entwickelten sich nicht aus den Dinosauriern, sondern aus Archosauriern, lange bevor es Dinosaurier gab. Der kleine Spatz dagegen stammt direkt von den Dinos ab. 

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