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Computerspiel gegen das Coronavirus

Forscherinnen und Forscher wollen mithilfe eines Computerspiels ein Mittel gegen das Coronavirus finden.

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Zocken für die Wissenschaft. Klingt ziemlich cool und gar nicht anstrengend, oder? Forscherinnen und Forscher in den USA haben ein eigenes Computerspiel entwickelt, das ihnen im Kampf gegen das Coronavirus helfen kann. Sie wollen damit einen Stoff finden, der verhindert, dass sich das Coronavirus in unserem Körper festsetzt. Dabei könnten Proteine eine wichtige Rolle spielen. Proteine sind ganz winzige biologische Bausteine in unserem Körper. Wie das mit dem Computerspiel funktionieren soll, erfahrt ihr im Video.

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Zocken für die Wissenschaft
 

Wissenschaftler möchten mithilfe eines Computerspiels ein Mittel gegen das Coronavirus finden.

Videolänge:
1 min

Was genau passiert in dem Computerspiel?

In dem Computerspiel kann man solche Proteine als Modell bauen. Es gibt viele Millionen Möglichkeiten, wie diese Proteine zusammengesetzt werden können. Je mehr Menschen also mitmachen, desto mehr Baupläne können durch das Computerspiel gefunden werden. Dadurch wird auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Wissenschaftler das genau passende Protein mit dem richtigen Aufbau finden.

Die Forscherinnen und Forscher haben aktuell aus dem Spiel 99 Protein-Baupläne ausgewählt. Sie glauben, dass es bei diesen am wahrscheinlichsten ist, dass sie funktionieren. Diese werden nun im Labor in einem komplizierten Verfahren in echt nachgebaut. Dann wird getestet, ob sich die Proteine an das Coronavirus anhängen und es so unschädlich machen.

Wie genau könnten Proteine gegen Viren helfen?

Gleich vorneweg: In Wirklichkeit ist das eine ganz komplizierte Sache. Wir haben sie stark vereinfacht! Das Coronavirus hat außen an seiner Hülle eine Art winzige Häkchen. Die kann man nur mit einem Mikroskop erkennen. Diese "Häkchen" haben dem Virus auch den Namen gegeben, weil sie aussehen wie eine Krone. Mit diesen kann sich das Virus an menschliche Zellen anhängen oder "andocken". Menschliche Zellen sind wie kleine Fabriken, die alle bestimmte Aufgaben haben. Sie lassen zum Beispiel die Haare auf unserem Kopf wachsen. Das Coronavirus dockt an Zellen an, die in unserem Rachen oder unserer Lunge sind. Die kleinen "Häkchen" des Virus passen - wie bei einem Puzzle - perfekt an bestimmte Teile auf der Zelle. Hat das Virus angedockt, bringt es die Zelle dazu, noch mehr Viren zu produzieren.

Coronavirus.
In einem am Computer erstellten Bild des Coronavirus sieht man die Häkchen. Sie sind hier rot angemalt.
Quelle: Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa/Illustration/Symbol/Archiv

Die Wissenschaftler suchen jetzt ein Protein, an das Coronaviren noch lieber andocken als an die menschlichen Zellen. Denn wenn sich das Virus mit dem Protein verbindet, kann es sich nicht mehr mit der Zelle verbinden und ist dadurch blockiert. So können sich die Viren im Körper nicht mehr weiter ausbreiten. Sie sind damit unschädlich.

Das Computerspiel heißt übrigens "Fold it" und wurde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Washington in den USA entwickelt.

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diese vom center for disease control and prevention (cdc) erstellte illustration zeigt den neuartigen coronavirus 2019-ncov

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