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Corona-Impfstoff: Wie geht es weiter?

Datum:
Eine Dosis des potentiellen Impfstoffes gegen COVID-19 (Symbolbild)
Hoffnung auf einen Impfstoff
Quelle: ZDF

Am Montag hatten zwei Firmen, die an einem Corona-Impfstoff forschen, bekanntgegeben: Der Impfstoff, den sie getestet haben, wirkt! Bei ihren Studien kam raus, dass geimpfte Menschen deutlich seltener an Covid-19 erkrankten als Menschen ohne Impfung. Die Wissenschaft sieht darin einen ersten Hinweis darauf, dass es grundsätzlich möglich ist, Menschen durch eine Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen.

Noch ist nicht alles gut

Allerdings gibt es auch Bedenken: So muss etwa noch genauer an dem Impfstoff geforscht werden. Außerdem müssen Behörden genehmigen, dass er produziert und genutzt werden darf. Und dann müssen große Mengen des Impfstoffs hergestellt und verteilt werden. Das alles kann noch eine ganze Weile dauern. Wann genau es soweit ist, weiß man noch nicht.

Wie es weitergeht

Wenn der Impfstoff dann da ist, sollen möglichst viele Menschen damit geimpft werden, die das möchten. Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass in Deutschland Impfstoff für rund 50 Millionen Menschen gebraucht wird. Die müssten jeweils zwei mal geimpft werden, um geschützt zu sein. Das ist eine ganz schön große Aufgabe - und soll ungefähr so ablaufen:

  • Der Impfstoff soll an rund 60 Orten gelagert werden.
  • Dort - und auch während des Transports - muss er gekühlt werden. Und zwar bei minus 70 Grad Celsius. Möglicherweise reicht aber auch Kühlschranktemperatur, das ist noch nicht sicher.
  • Für das Impfen braucht man genügend Spritzen und Kanülen. Es wurde schon damit begonnen, sie einzukaufen.
  • Es soll extra Impfzentren in ganz Deutschland geben, zu denen die Menschen für die Impfung gehen können.
  • Wer das nicht kann - etwa weil er zu alt, schwach oder krank ist - kann wohl von "mobilen Impfteams" besucht werden.

Wer zuerst geimpft werden soll

Archiv: Ärzte und Pflegepersonal besprechen sich in der zentralen Notaufnahme eines Krankenhauses
Krankenhaus-Personal soll mit als erstes geimpft werden.
Quelle: dpa

Am Montag wurde darüber beraten, wer wann die Impfungen bekommen soll. Denn man erwartet, dass es nicht sofort genug Impfstoff für alle geben wird. Expertinnen und Experten haben deshalb Vorschläge gemacht, wer besonders schnell geimpft werden sollte:

  • Menschen aus Risikogruppen - also Menschen, bei denen die Krankheit wahrscheinlich besonders schwer verlaufen würde.
  • Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, also etwa in Krankenhäusern oder Pflegeheimen.
  • Menschen, die in Bereichen arbeiten, die wichtig dafür sind, dass unser Alltag funktioniert. Zum Beispiel bei der Feuerwehr, der Polizei oder in Schulen und Kitas.

Corona-Regeln bleiben wichtig

Übrigens: Auch wenn es einen Impfstoff gibt, dauert es eine Zeitlang, bis genug Menschen geimpft worden sind. Deshalb ist es auch dann noch weiterhin wichtig, die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, um das Coronavirus zu bekämpfen.

Diesen Text hat Petra geschrieben.

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