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Corona: Wie ist die Situation für Flüchtlinge?

Das Leben in Flüchtlingslagern ist für die Menschen sowieso schon nicht leicht. Nun droht auch noch die Gefahr durch das Coronavirus.

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Auf der ganzen Welt sind jedes Jahr Millionen Menschen auf der Flucht. Etwa weil das Leben in ihrem Heimatland durch Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder Hungersnot bedroht ist. Oft fliehen sie in Nachbarländer – wo sie dann für unbestimmte Zeit in Flüchtlingslagern leben. Auch in Europa gibt es solche Lager, zum Beispiel auf den griechischen Inseln.

Leben in Flüchtlingslagern

Die Bedingungen in solchen Flüchtlingslagern sind für die Menschen sowieso schon sehr schwierig. Oft sind sie überfüllt, das heißt es Leben zu viele Menschen auf zu engem Raum dort. Es gibt oft zu wenig zu Essen und die Hygienezustände sind schlecht, weil zum Beispiel das Wasser verschmutzt ist und es zu wenige Toiletten gibt. Oft kommt es auch zu Gewalt weshalb sich viele Bewohnerinnen und Bewohner dort nicht sicher fühlen.

Angst vor Corona

In solchen Flüchtlingslagern ist die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken ziemlich groß. Die Empfehlungen einzuhalten, wie man sich vor einer Coronainfektion schützen kann, ist in diesen Lagern fast unmöglich. Weil die Menschen so eng zusammenleben müssen, gibt es keine Chance Abstand zu halten. Außerdem fehlt der Platz um erkrankte Menschen von anderen abzuschirmen. Hier in Deutschland und in vielen anderen Ländern müssen Menschen mit Covid-19 ja in Quarantäne, damit sie möglichst niemanden anstecken. In überfüllten Flüchtlingslagern ist das nicht möglich. Genausowenig wie gründliches Händewaschen - dazu fehlen dort oft ausreichend sauberes Wasser und Seife. Also: Weil die Menschen sich dort kaum schützen können, könnte sich das das Coronavirus dort also besonders schnell ausbreiten.

Flüchtlinge auf Lesbos
In Flüchtlingslagern gibt es oft nicht ausreichend Möglichkeiten, sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.
Quelle: reuters

Hilfsorganisationen und Mediziner warnen deshalb seit Wochen vor einem Coronavirus-Ausbruch in Flüchtlingslagern, der schlimme Folgen haben könnte. "Ärzte ohne Grenzen" und andere fordern etwa, die Lager auf den griechischen Inseln zu evakuieren, also die Menschen von dort wegzubringen. Zum Beispiel das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos, wo alleine mehr als 20.000 Geflüchtete leben - sechs Mal mehr als vorgesehen.

Flüchtlingslager im Libanon

Noch mehr Flüchtlinge leben in dem Flüchtlingsviertel Shatila im Land Libanon im Nahen Osten. Die meisten Menschen dort wissen sehr wenig über die Gefahr des Coronavirus und leben genauso weiter wie zuvor. Die 12-jährige Nadia möchte dagegen etwas tun und die Bewohner warnen. Wir haben sie besucht.

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Nadia lebt im Flüchtlingslager im Libanon
 

Wie 12-Jährige die Bewohner über das Coronavirus informiert.

Videolänge:
2 min
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