Sie sind hier:

Coronavirus: So ist die aktuelle Lage

Das Virus breitet sich auf der ganzen Welt und auch in Deutschland weiter aus. Was passiert und was das für euch bedeutet, könnt ihr hier nachlesen.

Datum:

Mittlerweile haben sich in Deutschland mehr als 89.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, mehr als 1.200 von ihnen sind gestorben. Mehr als 24.500 Menschen, die sich angesteckt hatten, sind wieder als gesund gemeldet. Diese Zahlen hat die Johns-Hopkins-Universität veröffentlicht.

Strenge Regeln sollen das Virus bremsen

Seit fast zwei Wochen gelten strenge Regeln in ganz Deutschland. Sie sollen dafür sorgen, dass sich das Coronavirus langsamer ausbreitet.

Um diese 3 Regeln geht es:

  1. Es dürfen sich nur noch höchstens zwei Personen zusammen draußen aufhalten. Für Menschen, die zusammen wohnen, gilt das aber nicht. Das heißt: Ihr dürft auch weiterhin zusammen mit euren Eltern und Geschwistern raus.
  2. Zu allen anderen Menschen solltet ihr mindestens 1,5 Meter Abstand halten.
  3. Im ganzen Land müssen alle Friseure und Restaurants schließen. Restaurants dürfen Essen nur noch liefern oder zum Abholen anbieten. Überhaupt dürfen nur noch Geschäfte geöffnet haben, die zum täglichen Leben wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel Lebensmittelläden, Apotheken, Bäckereien und Tankstellen.

Ein bisschen Hoffnung

Forscherinnen und Forscher finden: Die strengen Regeln, die zurzeit gelten, helfen bereits. So stecke im Durchschnitt ein Mensch, der das Coronavirus hat, inzwischen nur noch einen weiteren Menschen an. Und nicht mehr wie bis vor kurzem noch fünf bis sieben. Das sagte Lothar Wieler, der Chef des Robert Koch-Instituts am Freitag. Allerdings dürften wir jetzt noch nicht die strengen Regeln lockern, dazu sei es noch zu früh. Erst müsse sich die Ausbreitung des Virus noch mehr verlangsamen. Deshalb werden die Regeln voraussichtlich noch mindestens bis zum 20. April gelten.

Bundeskanzlerin nicht mehr in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit Freitag nach zwölf Tagen Quarantäne zurück an ihrem Arbeitsplatz im Kanzleramt. Gespräche mit anderen Regierungschefs führt sie am Telefon oder in Videokonferenzen. Merkel war vorsichtshalber zuhause in Quarantäne, weil ein Arzt, der sie behandelt hatte, mit dem Coronavirus infiziert war. Sie selbst hat sich nicht angesteckt, wie mehrere Tests zeigten.

Darum ist es wichtig, dass sich das Virus langsamer ausbreitet

Diskussion um Mundschutz

Die Regierung von Österreich hat Anfang dieser Woche angekündigt, eine Mundschutzpflicht einzuführen. Das bedeutet, dass Menschen, die zum Beispiel in Supermärkten einkaufen gehen, alle einen Mundschutz tragen müssen. Auch in Deutschland denken nun einige Städte darüber nach. Die Politiker in der Stadt Jena in Thüringen wollen ebenfalls eine Mundschutzpflicht einführen. Alle Menschen, die mit Bus und Bahn fahren oder in Läden einkaufen, sollen dort nun bald einen Schutz tragen. Ob so eine Regel für ganz Deutschland kommt, ist im Moment nicht bekannt - aber es wird darüber diskutiert. Warum so eine Regel aber auch Nachteile haben kann und welche Arten von Mundschutzen es gibt, das könnt ihr in dem Artikel nachlesen.

Deutsche Urlauber werden zurückgeholt

Weil auf der ganzen Welt wegen der Ausbreitung des Coronavirus Grenzen geschlossen und Flüge abgesagt wurden, haben viele deutsche Urlauber ein Problem. Sie sitzen in den Ländern, in denen sie Urlaub gemacht haben, fest und kommen nicht mehr nach Deutschland zurück. Insgesamt geht es um 200.000 Urlauber, die in rund 50 Ländern festsitzen.

Wie läuft das Ganze ab?

Die Bundesregierung hat daher eine große und aufwendige Rückholaktion gestartet. Sie organisiert seit fast zwei Wochen Sonderflüge, die die Urlauber nach Hause zurückholen sollen. Die Menschen müssen sich dafür über eine extra eingerichtete Internetseite melden oder beim Auswärtigen Amt anrufen. Das Auswärtige Amt organisiert für die Bundesregierung diese große Aktion. Die Urlauber müssen einen Teil der Kosten für ihre Rückreise selbst bezahlen.

Urlauber sollen nach Deutschland zurückkehren.
Urlauber suchen eine Möglichkeit nach Deutschland zurückzukommen.
Quelle: clara margais/dpa

Bisher wurden zum Beispiel Urlauber aus Ägypten oder Marokko zurückgeholt. Insgesamt sind schon 160.000 Deutsche wieder nach Hause gekommen. Das Problem: Einige Urlauber sind in kleinen Gruppen über viele Länder verstreut oder in Gebieten, die nicht so leicht angeflogen werden können. Es ist dadurch nicht leicht, sie gemeinsam in einem Flugzeug wieder nach Deutschland zu bringen. Die Experten arbeiten aber auch mit anderen Ländern zusammen. So versuchen sie alle Menschen möglichst schnell wieder nach Deutschland zu holen. Die Experten sagen, dass es mindestens noch zwei Wochen dauern wird, bis alle wieder zuhause sind.

Deshalb sind die Schulen zu

In allen Bundesländern sind die Schulen vorerst geschlossen. Denn gerade in Schulen kommen jeden Tag viele Menschen zusammen und könnten sich leicht gegenseitig anstecken. Wenn man alle Schulen eine Weile schließt, könnte es einfacher sein, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Die Schülerinnen und Schüler sollen nun möglichst zuhause lernen.

Weltweit sind schätzungsweise knapp 9 von 10 Schülerinnen und Schülern von den Schulschließungen wegen des Coronavirus betroffen.

Ein Kind lernt Zuhause
Viele von Euch lernen gerade daheim. Die Aufgaben kommen übers Internet.
Quelle: Ulrich Perrey/dpa

Schulen bekommen mehr Geld für Unterricht daheim

Diese Woche haben sich die Politikerinnen und Politiker getroffen, die in den Bundesländern für die Schulen zuständig sind. Sie haben sich darauf geeinigt, den Schulen mehr Geld zu geben, damit die den digitalen Unterricht für die Schüler zuhause noch besser machen können. Mit "digital" meint man den Unterricht am Computer. Mit dem Geld soll nicht nur die Technik verbessert werden. Es soll auch neue Inhalte, wie zum Beispiel Aufgaben geben, die am Computer besser funktionieren. Damit soll das Lernen von Zuhause noch besser und einfacher werden. Die neuen Aufgaben können dann jederzeit und von überall abgerufen werden.

Abiturprüfungen sollen dieses Jahr stattfinden

Außerdem haben sie sich darauf geeinigt, dass die Prüfungen in allen Bundesländern in diesem Jahr stattfinden sollen. Allerdings werden einige Abiturprüfungen und andere Abschlussprüfungen jetzt verschoben.

Wie ist die Lage in anderen Ländern?

Europa

In mehreren anderen Ländern der Europäischen Union (kurz: EU) gibt es sehr strenge Ausgangssperren - zum Beispiel in Italien oder Spanien. Italien hat außerdem angekündigt, dass die Schulschließungen noch verlängert werden sollen. Seit dem 5. März sind alle italienischen Schulen geschlossen. Ursprünglich sollten die Schulen Anfang April wieder öffnen.

USA

In den USA haben sich inzwischen weltweit die meisten Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Besonders viele gibt es zurzeit in der Großstadt New York. Hier wurden sogar schon Notkrankenhäuser aufgebaut, um alle kranken Menschen versorgen zu können. In der Stadt New York haben alle Restaurants, Bars, Schulen und Museen geschlossen. Auch hier dürfen die Menschen nur auf die Straße, wenn sie etwas wirklich Wichtiges erledigen müssen, wie zum Beispiel einkaufen.

Der Times Quare am 25.03.2020 in New York
Normalerweise sind hier tausende von Menschen unterwegs: Der Times Square in New York.
Quelle: picture alliance/ZUMA Press

Zurück zur Corona-Themenseite

Erklärstück Corona-Ausbreitung

ZDFtivi | logo! - Das Coronavirus

Auf unserer Themenseite bekommt ihr alle wichtigen Infos.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!