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Corona: Viele Neuinfektionen in Indien

Auch in Indien breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Trotzdem hat die Regierung nun neue Lockerungen bekannt gegeben.

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Mehr als 90.000 Menschen haben sich in Indien innerhalb eines Tages mit dem Coronavirus angesteckt, gab das Gesundheitsministerium dort bekannt. So viele Menschen wie noch nie an einem Tag. Indien ist damit nun das Land mit den zweitmeisten Corona-Infektionen weltweit. Nur die USA haben noch mehr Infektionen.

Eine Frau wird in Indien auf das Coronavirus getestet.
In Indien steigt die Zahl der positiv getesteten Menschen weiter an.
Quelle: ap photo/ajit solanki

Seit Wochen steigt in Indien die Zahl der Neuinfektionen schneller als in jedem anderen Land auf der Welt. In den großen Städten sind viele Menschen infiziert, aber auch auf dem Land stecken sich weiter immer mehr mit dem Coronavirus an. In Indien leben besonders viele arme Menschen. Viele von ihnen leben eng zusammen in Armenvierteln in den großen Städten und haben kaum eine Möglichkeit, Abstand zueinander zu halten. Ein weiteres Problem: Viele der etwa 1,3 Milliarden Inderinnen und Inder haben kaum eine Möglichkeit, zum Arzt oder in ein Krankenhaus zu gehen. Besonders auf dem Land gibt es nur wenige Ärzte und Krankenhäuser. Expertinnen und Experten befürchten, dass sich die Ausbreitung des Virus in den kommenden Wochen nicht verlangsamen wird.

Steigende Infektionen und trotzdem Lockerungen?

Indien
Indien liegt im Süden Asiens.
Quelle: ZDF

Trotzdem sagt die Regierung Indiens, dass die Situation inzwischen im Land unter Kontrolle sei. Und die Politikerinnen und Politiker haben nun neue Lockerungen bekannt gegeben. Denn sie hoffen, dass es durch die Lockerungen der Wirtschaft wieder etwas besser geht. Zu Beginn der Krise hatten nämlich viele Millionen Inderinnen und Inder ihre Jobs verloren. Kein Job bedeutet kein Geld - den Menschen droht Armut, und auch der Wirtschaft geht es seitdem sehr schlecht.

Deshalb also die Lockerungen, zum Beispiel: In den großen Städten fährt nun wieder die U-Bahn. Fünf Monate lang war sie in der Hauptstadt Neu-Delhi und in den anderen großen Städten geschlossen. Jetzt sollen die Menschen wieder zu ihren Arbeitsplätzen kommen können. Einsteigen darf nur, wer keine Symptome hat und eine Maske trägt. Auch Abstand zu den anderen Fahrgästen und Fieber messen vor der Fahrt sind Pflicht.

Militär und Polizei kontrollieren in Dehli gemeinsam. Einkaufen ist erlaubt, sonst nichts.
Militär und Polizei kontrollierten die Ausgangssperre streng.
Quelle: ZDF / Shams Ul Haq

Strenge Ausgangssperre

Zu Beginn der Coronakrise im März galt für fast alle Teile Indiens eine strenge Ausgangssperre. Nur lebenswichtige Geschäfte hatten noch geöffnet. Die meisten Fabriken und Firmen hatten geschlossen. Das ist für viele Menschen in Indien ein riesiges Problem. Doch besonders die armen Menschen trifft es hart.

Bei vielen reicht das Geld schon in normalen Zeiten kaum, um genug zu essen zu kaufen. Geld sparen können sie nicht. Und während der Ausgangssperre haben viele von ihnen gar kein Geld mehr verdient.

Aus Deutschland soll Unterstützung kommen

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen möchte die Bundesregierung Indien Schutzausrüstung und Geld für Lebensmittel zur Verfügung stellen.

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