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Mehr Kinder leiden unter Cybermobbing

Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie zeigt: Immer mehr Schülerinnen und Schüler in Deutschland werden Opfer von Cybermobbing. Und das Problem wird durch Corona und Homeschooling noch verstärkt.

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Immer mehr Schülerinnen und Schüler in Deutschland werden Opfer von Cybermobbing - also Mobbing im Internet. Das sagt eine Studie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. 2017 waren noch rund 13 Prozent aller Kinder und Jugendlichen von Cybermobbing betroffen - 2020 sind es schon 17 Prozent. Das heißt, dass jeder sechste Schüler oder jede sechste Schülerin unter Cybermobbing leidet. Insgesamt sind in Deutschland also fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche davon betroffen. Und das ist leider eine ganz schön große Zahl!

Auch ein immer größeres Problem an Grundschulen

Die Studie zeigt auch, dass Cybermobbing nicht nur an Gymnasien oder anderen weiterführenden Schulen ein Problem ist, sondern auch an Grundschulen immer häufiger vorkommt. Die Opfer werden also immer jünger. Bereits jede zehnte Kind an einer Grundschule hat schon mindestens einmal Cybermobbing erlebt.

Cybbermobbing hinterlässt Spuren

Cybermobbing ist richtig fies und kann für Kinder und Jugendliche schlimme Folgen haben. Laut der Studie fühlen sich die meisten Kinder verletzt. Mehr als die Hälfte reagieren auch mit Wut. Jeder Fünfte hat aus Verzweiflung schon mal Tabletten oder Alkohol genommen. Und jeder Vierte hat sogar schon an Selbstmord gedacht.

Das Cybermobbing unter Schülern nimmt zu. Symbolbild
Cybermobbing macht traurig.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Noch mehr Mobbing durch Corona

Cybermobbing ist in den letzten Monaten sogar zu einem noch größeren Problem geworden. Denn durch das Homeschooling haben Schülerinnen und Schüler auch viel mehr Zeit im Internet verbracht. Für Täterinnen und Täter ist es über das Internet besonders einfach andere zu mobben, weil sie dort anonym - also unerkannt - bleiben können.

Was man dagegen tun kann

Es gibt aber auch Dinge, die man tun kann, damit Cybermobbing in Zukunft nicht ein noch größeres Problem wird. Laut den Expertinnen und Experten der Studie sollte bereits in Grundschulen mehr über das Thema Cybermobbing geredet werden. Schulen könnten zum Beispiel eine Projektwoche zu dem Thema machen. Denn Kinder sollten schon im Grundschulalter den Umgang mit dem Internet lernen und wie man sich im Netz am besten verhält. Die Expertinnen und Experten wünschen sich außerdem mehr Mobbingberatungsstellen an Schulen.

Sie sagen auch, dass sich Eltern mehr mit dem Internet und sozialen Medien auseinandersetzen sollten. Denn so wären möglicherweise sie besser darauf vorbereitet, wenn ihr eigenes Kind gemobbt werden sollte.

Wo ihr Hilfe bekommt

Wenn ihr selbst von Cybermobbing betroffen seid oder vielleicht jemanden kennt, der unter Cybermobbing leidet, sprecht mit jemandem, dem ihr vertraut und holt euch Hilfe! Denn jeder kann von Cybermobbing betroffen sein, und niemand muss sich dafür schämen. Hilfe könnt ihr euch auch telefonisch und im Internet holen:

  • Es gibt ein offizielles Hilfetelefon: Unter der Nummer: 08000 116 016 könnt ihr rund um die Uhr das ganze Jahr jemanden erreichen. Die Ansprechpartner dort können euch helfen, wenn ihr Opfer von Cybermobbing seid.
  • Online-Beratung: nummergegenkummer.de
  • Elterntelefon: 0800/111 0 550
  • Ihr könnt euch auch an den Kummerkasten vom KiKA wenden.

Diesen Text hat Lisa geschrieben.

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