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Sondierungsgespräche beendet

Nach langen Verhandlungen sind die Parteien SPD, CDU und CSU zu einem Ergebnis gekommen: Sie wollen versuchen, zusammen eine Regierung zu bilden.

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Eine lange Nacht liegt hinter den Spitzenpolitikern von CDU, CSU und SPD. Mehr als 24 Stunden lang dauerten die letzten Beratungen, die am Freitagmorgen schließlich zum Abschluss der sogenannten Sondierungsgespräche führten. In diesen Gesprächen ging es darum, zu prüfen, ob und wie die Parteien gemeinsam regieren können. Am Freitagvormittag traten die Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) schließlich vor die Kameras und sagten: Ja, wir können uns vorstellen, wieder eine Große Koalition (kurz GroKo) zu bilden und die nächsten vier Jahre zusammen zu regieren.

Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz nach der Sondierungsgespräch am 12.01.2018 im Willy-Brandt-Haus in Berlin
Horst Seehofer, Angela Merkel und Martin Schulz nach einer langen Nacht. Quelle: reuters

Warum hat es so lange gedauert?

Die Politiker der drei verschiedenen Parteien haben während der Sondierungen über viele verschiedene Themen gesprochen und auch gestritten. Oft haben sie verschiedene Vorstellungen davon, wie es in Deutschland weitergehen soll. Deshalb mussten die Politiker immer wieder überlegen, welche Ziele ihnen besonders wichtig sind und bei welchen Themen sie einer anderen Partei vielleicht etwas entgegenkommen können. Am Ende haben sie auf 28 Seiten in einem sogenannten "Sondierungspapier" aufgeschrieben, wie sie sich geeinigt haben. Die angestrebten Ziele kosten jedoch viel Geld. Deshalb meinen Experten, dass es schwierig sein wird, alles umzusetzen. Politiker anderer Parteien kritisieren unter anderem auch, dass CDU, CSU und SPD zu wenig konkrete Vorschläge zum Klimaschutz machen.

Über welche Themen haben die Spitzenpolitiker gesprochen?

Wie geht es weiter?

Das Ende der Sondierungsgespräche bedeutet nun aber nicht, dass es sofort eine neue Regierung gibt. Zunächst müssen die einzelnen Parteien dem Ergebnis der Gespräche noch zustimmen. Und dann stehen weitere Verhandlungen an: sogenannte Koalitionsverhandlungen. Diese sollen am 22. Januar beginnen. In diesen Gesprächen diskutieren die Politiker alle Themen noch viel ausführlicher. Wenn sie sich einigen, machen die Politiker am Ende der Koalitionsverhandlungen einen Vertrag. Erst dann kann es tatsächlich eine neue Regierung geben. Die Politiker rechnen damit, dass es bis Ostern so weit sein könnte.

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