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Datenskandal bei Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wurde am Mittwoch von US-Politikern befragt. Er entschuldigte sich für die Sicherheitslücke in seinem sozialen Netzwerk.

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Das soziale Netzwerk Facebook hat nicht gut auf die Daten seiner Nutzer aufgepasst. So konnte sich eine Firma unerlaubt Zugriff auf diese Daten verschaffen. Das kam bereits vor einigen Wochen heraus. 87 Millionen Facebook-Nutzer könnten von dem Daten-Skandal betroffen sein. Facebook-Chef Mark Zuckerberg musste deshalb am Mittwoch wichtigen US-Politikern Rede und Antwort stehen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird im US-Senat befragt
Facebook-Chef Mark Zuckerberg trägt normalerweise Jeans und T-Shirt. Für die Befragung am Mittwoch hat er sich extra einen Anzug angezogen. Quelle: dpa

Zuckerberg entschuldigte sich für die Sicherheitslücke. Er versprach, dafür zu sorgen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr möglich ist. Zahlreiche Politiker aus den USA und auch aus Europa forderten, dass es strengere Regeln geben müsse, um die Daten von Nutzern zu schützen. Außerdem müsse für Nutzer deutlicher erkennbar sein, was mit ihren Daten passiere.

Facebook speichert viele Informationen

Wer das Online-Netzwerk Facebook nutzt, will mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Er hinterlässt dort aber auch seine Daten. Daten sind Informationen über den Nutzer - zum Beispiel E-Mailadresse, Telefonnummer oder Wohnort. Viele Facebook-Nutzer liefern auch andere Daten - zum Beispiel laden sie Urlaubsfotos in das Netzwerk oder sie klicken auf den "Gefällt mir"-Knopf und verraten somit etwas über ihre Interessen. Facebook speichert all diese Daten.

Wähler gezielt ansprechen

Die Firma "Cambridge Analytica" soll unerlaubt solche Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern verwendet haben, ohne deren Wissen. Mit diesen Daten könnten sie gezielt Werbung für Politiker gemacht haben, zum Beispiel für Donald Trump. So könnte die Firma ihm geholfen haben, die US-Präsidentschaftswahl 2016 zu gewinnen. "Cambridge Analytica" soll dafür gesorgt haben, dass Nutzer im Internet gezielt Werbung für Präsident Donald Trump angezeigt bekommen haben. Mithilfe der Daten konnte die Firma herausfinden, welche Werbung die einzelnen Nutzer am ehesten davon überzeugen könnte, bei der Wahl für Trump zu stimmen. Wie das genau funktioniert haben könnte, seht ihr im Video.

Zu viele Informationen gefährlich?

Auch andere Firmen und Politiker nutzen gesammelte Daten, um bei Nutzern Werbung zu machen. In manchen Fällen geben Nutzer auch freiwillig ihre Daten weiter, vielleicht auch ohne darüber nachzudenken. Allerdings hätte die Firma "Cambridge Analytica" diese Informationen über die Facebook-Nutzer gar nicht haben dürfen. Die Daten waren wohl von Facebook schlecht geschützt und so konnte die Firma unerlaubt daran kommen. Kritiker sagen, der Fall zeige, dass es gefährlich werden könne, dass soziale Netzwerke so viele Informationen über ihre Nutzer sammeln und speichern, zum Beispiel, weil man Menschen damit beeinflussen kann.

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Videolänge:
1 min
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