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Demonstrationen in Cottbus

In der Stadt im Osten von Deutschland gab es am Samstag zwei Demonstrationen: Eine für und eine eher gegen Flüchtlinge.

Datum:

Mehr als 1.000 Menschen haben am Samstag in Cottbus demonstriert - für ein friedliches Zusammenleben von Einheimischen und Flüchtlingen. Darunter waren viele Familien, Schüler, Rentner und auch Flüchtlinge. Mit bunten Luftballons und fröhlicher Musik sind sie durch die Stadt gezogen. Zur Demonstration aufgerufen hatten unter anderem syrische Flüchtlinge und das Bündnis "Cottbus Nazifrei". Auf Plakaten haben die Demonstranten ein "Leben ohne Hass - gemeinsam gegen die Angst" gefordert. Außerdem haben sie dazu aufgefordert, sich gegen Fremdenfeindlichkeit einzusetzen.

Demonstration gegen Hass in Cottbus
Das Motto der Demonstration: "Leben ohne Hass" Quelle: dpa

Gegendemonstration

Am Nachmittag haben sich diejenigen getroffen, die auf der anderen Seite stehen. Die Demonstranten hielten unter anderem Plakate mit Aufschriften wie "Schnauze voll" oder "Grenzen dicht" hoch. Viele hier glauben, dass man wegen der Flüchtlinge nicht mehr sicher in Cottbus ist und Angst um seine Heimat haben muss.

Demonstration von "Zukunft Heimat" in Cottbus
Demonstration von "Zukunft Heimat" in Cottbus Quelle: dpa

Beide Demonstrationen sind laut Polizei ruhig verlaufen.

Rückblick

In Cottbus ist es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Gewalt zwischen Einheimischen und Flüchtlingen gekommen. Im Januar gab es gleich mehrere Angriffe in kurzer Zeit. Zum Beispiel haben Unbekannte eine Flüchtlingsunterkunft gestürmt und Bewohner angegriffen. Die Polizei vermutet, dass der Angriff fremdenfeindliche Gründe hat. Aber es gab auch Gewalt von Flüchtlingen gegen Einheimische: Zum Beispiel haben zwei Syrer einen 16-jährigen Deutschen mit einem Messer angegriffen.

Keine neuen Flüchtlinge mehr

Wegen der aufgeheizten Stimmung in Cottbus hat Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter im Januar angekündigt, dass erstmal keine weiteren Flüchtlinge nach Cottbus kommen. Das solle zur Entspannung beitragen, sagte er.

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