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Abschluss der Weltklimakonferenz

Nach zwei Wochen ist die Weltklimakonferenz in Bonn Zu Ende gegangen. Rund 25.000 Experten und Politiker aus aller Welt hatten über die nächsten Schritte im Kampf gegen Klimawandel beraten.

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Anstrengende Nacht auf der Weltklimakonferenz
Manche brauchten zwischendrin ein Nickerchen. Quelle: reuters

Eigentlich hätte die Konferenz bereits am Freitagabend zu Ende gehen sollen. Weil sich die Teilnehmer bis dahin noch nicht auf klare Ergebnisse einigen konnten, wurde aber noch die ganze Nacht weiter diskutiert und verhandelt. Durchhaltevermögen war also in Bonn gefragt und wahrscheinlich viel Kaffee, um die Nacht hindurch wachzubleiben. Aber es scheint sich gelohnt zu haben: Am Samstagmorgen lagen dann tatsächlich einige Ergebnisse auf dem Tisch.

Was wurde beschlossen?

Einie Einigung gab es zum Beispiel beim Thema Geld. Die Vertreter von fast 200 Ländern beschlossen, ärmere Staaten mehr zu unterstützen, damit die sich besser auf die Folgen des Klimawandels einstellen können. Zum Beispiel durch Dämme in gefährdeten Küstengebieten. In Zukunft soll dafür mehr Geld zur Verfügung gestellt werden.

Der Wasserspiegel steigt: Auf den Fidschi-Inseln mussten schon 45 Dörfer umgesiedelt werden.
Der Wasserspiegel steigt: Auf den Fidschi-Inseln mussten schon viele Dörfer umgesiedelt werden. Quelle: dpa

Ein weiterer wichtiger Punkt: Es wurde vereinbart, dass indigene Völker in Zukunft stärker in die Verhandlungen um den Klimaschutz mit einbezogen werden sollen. Das Wort "indigen" bedeutet so viel wie einheimisch, eingeboren oder indianisch. Indigene Bevölkerungen werden manchmal auch als Ureinwohner bezeichnet. Da sie oft in enger Verbindung mit der Natur leben, sind sie besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Gleichzeitig wurden ihre Interessen bisher jedoch oft nicht richtig gehört, weil sie nicht durch Politiker vertreten werden.

Weltklimavertrag von Paris als Grundlage

Ausgangspunkt für die Verhandlungen waren die Beschlüsse, die auf der Weltklimakonferenz vor zwei Jahren in Paris getroffen wurden. Im Dezember 2015 Paris hatten sich Politiker aus 195 Ländern auf einen gemeinsamen Weltklimavertrag geeinigt. Darin hatten sie gemeinsame Ziele festgehalten, um den Klimawandel zu verlangsamen und auf einen Temperaturanstieg von zwei Grad zu begrenzen. In Bonn ging es nun vor allem darum, genau zu überlegen, wie diese Ziele erreicht werden können und welche Schritte dafür nötig sind.

Es geht weiter

Auch wenn die Konferenz in Bonn nun beendet ist, das Thema wird die Politiker auch weiterhin beschäftigen. In Polen findet im nächsten Jahr eine weitere Konferenz statt. Dort sollen weitere wichtige Regeln zum Klimaschutz beschlossen werden.

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