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Der Brexit und seine Folgen

Gerade hört ihr in den Nachrichten wieder häufiger das Wort Brexit. Großbritannien hat sich im Jahr 2016 für den Brexit entschieden. Erfahrt hier, was das heißt und warum das für so viel Wirbel sorgt.

Datum:

Was ist der Brexit eigentlich?

Big Ben mit Großbritannien Flagge
Die Mehrheit der Briten hat sich für den Brexit entschieden.
Quelle: reuters

Das Wort "Brexit" setzt sich zusammen aus dem deutschen Wort "britisch" und dem englischen Wort "Exit". "Exit" bedeutet Ausgang oder Ausfahrt. Gemeint ist mit Brexit der Austritt des Landes Großbritannien aus der Europäischen Union, kurz EU. Noch ist Großbritannien EU-Mitglied. Im März 2019 will das Land die EU aber verlassen. Das hatten die Briten am 23. Juni 2016 bei einer Volksabstimmung entschieden. Damals hatten 51,9 Prozent der Briten für den Austritt aus der EU gestimmt. 48,1 Prozent waren dafür, dass Großbritannien in der EU bleibt. Das Ergebnis war also knapp.

Warum dauert es so lange bis Großbritannien aus der EU austritt?

Großbritannien kann nicht sofort aus der EU austreten. Viele Fragen müssen vorher geklärt werden. Schließlich muss die EU mit Großbritannien erst einmal einige Gesetze und Regeln neu verhandeln. Zum Beispiel leben und arbeiten viele EU-Bürger und -Bürgerinnen, auch Deutsche, in Großbritannien. Nun muss geklärt werden, welche Rechte sie nach dem Brexit haben werden und ob sie zum Beispiel weiter in Großbritannien arbeiten dürfen. Neue Regeln für den Handel zwischen Großbritannien und der EU müssen her und auch über die zukünftige Rolle Großbritanniens in Europa muss gesprochen werden. Zurzeit beraten die Politiker und Politikerinnen Großbritanniens und der EU über diese Probleme. Mehr dazu erfahrt ihr im Video.

Seit wann ist Großbritannien EU-Mitglied?

Die Flagge von Großbritannien neben der Flagge der Europäischen.
Großbritannien ist seit vielen Jahren EU-Mitglied.
Quelle: dpa

Als vor mehr als 50 Jahren die Europäische Gemeinschaft gegründet wurde, machten die Briten zunächst nicht mit. Sie hatten Angst, dass sie zu viele ihrer eigenen Rechte abgeben müssten und die Gemeinschaft zu viel zu sagen hätte. Erst nach langen Verhandlungen traten sie dem Vorgänger der EU, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei - das war vor etwa 40 Jahren.

Für Großbritannien galten immer schon viele Sonderrechte: Zum Beispiel gibt es eine Kasse, in die alle EU-Länder einzahlen. Großbritannien bezahlte vergleichsweise wenig dort ein. Bei der gemeinsamen Währung Euro machten die Briten nicht mit, sie zahlen mit dem Pfund.

Warum will Großbritannien den Brexit?

Viele Briten waren von Anfang an keine Fans der Europäischen Union. Ihr Wunsch: Großbritannien soll unabhängig sein. Das heißt, sie wollen nicht, dass sich ein anderes Land in die Entscheidungen Großbritanniens einmischen kann. In der EU müssen sich Länder aber oft absprechen und viele Entscheidungen gemeinsam treffen. Mehr Gründe, warum es zu dem Brexit kam, erfahrt ihr hier.

Als die Unzufriedenheit mit der EU immer größer wurde, hatte sich der damalige Regierungschef David Cameron entschieden, die Briten im Juni 2016 über den Brexit abstimmen zu lassen.

ZDFtivi | logo! - Folgen des Brexit

Die Entscheidung Großbritanniens, aus der EU auszutreten, führt jetzt schon zu einigen Veränderungen.

Videolänge:
1 min
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