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Der Irak

Der Irak ist ein Land in Asien. Er liegt etwa sieben Flugstunden von Deutschland entfernt.

Die größte Stadt im Irak ist die Hauptstadt Bagdad. Dort leben mehr als fünf Millionen Menschen. Insgesamt hat der Irak mehr als 28 Millionen Einwohner. Sechs Nachbarländer grenzen an den Irak an: Saudi-Arabien, Kuwait, Iran, Syrien, Jordanien und die Türkei.

Wie wird gesprochen?

rot-weiß-schwarz sind die Farben der Irak-Flagge
Die irakische Flagge Quelle: public_address

Die offizielle Sprache im Irak ist Arabisch: Das wird zum Beispiel in den Schulen und auf allen Ämtern gesprochen. Auch Kurdisch hört man im Irak, vor allem im Nordosten des Landes, wo viele Menschen von der Volksgruppe der Kurden leben. Auch Turkmenisch, Persisch und einige türkische Dialekte werden im Irak gesprochen. Im Irak leben besonders viele junge Menschen: Fast jeder zweite Iraker ist unter 15 Jahre alt, in Deutschland nur jeder Siebte.

Die wichtigste Religion im Irak ist der Islam. Die meisten Iraker sind also Muslime. Das heißt, sie glauben an Allah und den Propheten Mohammed. Unter den Muslimen gibt es verschiedene Religionsgruppen wie zum Beispiel die Schiiten und die Sunniten.

Mehr Schiiten als Sunniten

Beide Gruppen richten sich danach, was im Koran steht. Neben den Gemeinsamkeiten gibt es auch viele Unterschiede zwischen den beiden Gruppen: Die Schiiten glauben zum Beispiel, dass nur ein Verwandter des Propheten Mohammed die Muslime anführen kann. Die Sunniten finden das nicht unbedingt. Im Irak leben viel mehr Schiiten als Sunniten.

2003 war im Irak Krieg. Den hatten die USA begonnen, weil sie glaubten, dass der ehemalige Chef des Irak, Saddam Hussein, verbotene Waffen im Land versteckt und Terroristen unterstützt hatte. Saddam Hussein war ein Diktator, er alleine hat also die Regeln im Irak bestimmt. Saddam Hussein wurde von den US-amerikanischen Soldaten besiegt und gefangen genommen. Später wurde er sogar hingerichtet.

Nach dem Krieg Demokratie?

Nach dem Ende des Krieges und dem Sturz von Saddam Hussein sollte der Irak allmählich eine Demokratie werden. Das heißt, dass das Volk seine Regierung selbst wählt und mitentscheiden darf, so wie bei uns in Deutschland. Außerdem soll jeder offen seine Meinung sagen dürfen, egal ob sie der Regierung passt oder nicht. 

Am 30. Januar 2005 gab es im Irak zum ersten Mal seit 50 Jahren freie Wahlen. Danach war der Kurde Dschalal Talabani fünf Jahre lang Staatsoberhaupt des Irak. Im März 2010 wurde wieder gewählt. Seitdem verhandeln verschiedene Parteien miteinander, wer die Regierung in Zukunft stellt. Bisher konnten sie sich noch nicht einigen. Außerdem bekam der Irak eine neue Verfassung. Darin stehen alle Regeln, die im Irak gelten und an die sich alle halten müssen.

Immer wieder Terroranschläge

Irak: Soldaten vertreiben Terrorgruppe IS
Irakische Soldaten versuchen, die Terroristen zu vertreiben. Quelle: reuters

Die Hoffnung, dass nach den Wahlen und mit der neuen Verfassung die Menschen im Irak in Frieden leben können, hat sich bis jetzt noch nicht erfüllt. Immer noch gibt es vieleTerroranschläge im Irak. Seit Kriegsbeginn im Jahr 2003 sind mehrere zehntausend Menschen bei Terroranschlägen gestorben. Die USA und einige Verbündete wollten den Menschen im Irak helfen, in Frieden zu leben. Doch immer wieder werden ausländische Soldaten im Irak von Terroristen ermordet.

Terroristen gegen Frieden

Die Terroristen hassen die neue Regierung im Irak. Außerdem wollen sie nicht, dass die fremden Soldaten in ihrem Land sind und mitbestimmen, was dort passiert. Deshalb bekämpfen sie auch Iraker, die mit den ausländischen Soldaten zusammenarbeiten. Die Terroristen wollen Angst und Schrecken verbreiten, um so zu zeigen, dass die Regierung und die ausländischen Soldaten im Irak keinen Frieden schaffen können. Bis August 2010 wurden die meisten ausländischen Soldaten aus dem Irak abgezogen.

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