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Seit dem 16.12. gibt es strenge Corona-Regeln

Seit dem 16.12. gibt es wieder strengere Corona-Regeln in Deutschland. Schulen, Kindergärten und viele Geschäfte sind zu. An Weihnachten gibt es einige Ausnahmen.

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Auf dem Bild sieht man Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer blauen Wand stehen. Sie setzt sich mit beiden Händen eine weiße Gesichtsmaske auf.
Am Sonntag haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Chefinnen und Chefs der Bundesländer die strengeren Corona-Regeln beschlossen.
Quelle: Rainer Keuenhof/pool/epa-efe/shu

Im Moment stecken sich in Deutschland wieder super viele Menschen mit dem Coronavirus an, und es sterben auch wieder mehr Menschen daran. Deswegen ist Deutschland seit Mittwoch wieder in einem sogenannten Shutdown. Das hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Chefinnen und Chefs der Bundesländer am Sonntag so beschlossen. "Shutdown" ist Englisch und bedeutet auf Deutsch so viel wie "geschlossen" oder "herunterfahren".

logo! - Heißt es "Lockdown" oder "Shutdown"? 

Wie ist es denn nun richtig? logo! hat die Antwort.

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Auf dem Bild sieht man eine menschenleere Einkaufsstraße in der Innenstadt von Hannover. Man sieht lediglich zwei Tauben auf dem Boden sitzen. Links und rechts stehen weihnachtlich geschmückte Bäume.
Ab Mittwoch macht alles wieder dicht: Dann sehen die Einkaufsstraßen in Deutschland wohl wieder so aus.
Quelle: Ole Spata/dpa

Das heißt nicht, dass man gar nicht mehr das Haus verlassen darf. Aber es gibt viele neue Einschränkungen. Zum Beispiel sind seit Mittwoch Schulen, Kindergärten und fast alle Geschäfte geschlossen. Auch Friseure sind zu. Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken und andere wichtige Läden, die unbedingt nötig sind, bleiben offen. Aus Restaurants kann man sich weiterhin Essen liefern lassen oder etwas abholen - man darf aber nicht dort essen. Diese Regeln gelten mindestens bis zum 10. Januar 2021.

In Deutschland gab es schon seit Anfang November einige Corona-Regeln, die aber etwas lockerer waren. Restaurants waren zwar schon zu und man durfte sich nur mit wenigen Leuten treffen, aber Geschäfte und Schulen waren zum Beispiel weiter offen. Trotzdem: All das hat anscheinend nicht gereicht. Denn die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist in den letzten Wochen weiter gestiegen. Deswegen gelten seit Mittwoch die noch strengeren Regeln.

Auf dem Bild sieht man ein gelbes Ortsschild, auf welchem "Schule" geschrieben steht. Das Wort ist mit einem roten Querbalken durchgestrichen.
Auch die meisten Schulen sind seit Mittwoch geschlossen.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Ab sofort bleiben viele Schulen zu

Schulen sind seit Mittwoch grundsätzlich geschlossen oder es gibt keine Präsenzpflicht, also keine Anwesenheitspflicht vor Ort, mehr. Schülerinnen und Schüler sollen zuhause lernen. Für manche beginnen jetzt schon die Weihnachtsferien. Für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen. Und es gibt auch eine Notbetreuung an Schulen - zum Beispiel für Kinder, deren Eltern arbeiten müssen und nicht auf sie aufpassen können.

Es gibt aber trotzdem einige Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Wie die Regeln zu den Schulen dort sind, könnt ihr hier nachlesen:

Auf dem Bild sieht man ein leeres Klassenzimmer. In dem Klassenzimmer sind alle Stühle auf die Tische gestellt. Der Raum ist menschenleer.
Gähnende Leere im Klassenzimmer: So sieht es seit Mittwoch wieder in den deutschen Schulen aus.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Viele Politikerinnen und Politiker finden die Schulschließungen gut. Sie sagen, dass man jetzt alles dafür tun müsse, dass sich das Virus nicht noch weiter ausbreitet. Und weil die Kinder so schon gut eine Woche vor dem Weihnachtsfest zuhause bleiben, ist das sogar für das Treffen mit Oma und Opa unterm Tannenbaum sicherer. Andere sagen aber auch, dass durch erneute Schulschließungen für viele Kinder und Jugendliche Nachteile entstehen können - weil sie zum Beispiel zuhause nicht die nötige Unterstützung beim Lernen hätten.

An Weihnachten gibt es Ausnahmen, aber nicht an Silvester

Und es gibt noch mehr Einschränkungen. Damit soll erreicht werden, dass die Ansteckungen mit dem Coronavirus wieder weniger werden. Man darf sich nur noch mit maximal fünf Leuten aus zwei Haushalten treffen. Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren werden nicht mitgezählt. In Berlin gilt das nur für Kinder bis zwölf Jahre. Eine Ausnahme gibt es zwischen dem 24. und 26. Dezember: Dann darf man sich mit vier weiteren Personen aus anderen Haushalten treffen. Diese sollen aber nur aus dem engsten Familienkreis sein. Es dürfen euch also zum Beispiel eure Tante und Onkel und eure Oma und Opa alle gleichzeitig zu Hause besuchen. Auch soll man, wenn möglich, in der Zeit bis zum 10. Januar nicht verreisen. Weder innerhalb von Deutschland, noch ins Ausland.

Gottesdienste sollen an den Weihnachtsfeiertagen nur unter strengen Voraussetzungen stattfinden. Es soll zum Beispiel ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen gehalten werden, man soll am Platz eine Maske tragen und es darf auch nicht gesungen werden. An Heiligabend, also am 24. Dezember, muss man sich sogar vorher anmelden, wenn man an einem Gottesdienst teilnehmen möchte. Politikerinnen und Politiker wollen sich in den nächsten Tagen noch einmal genauer mit den Kirchen besprechen.

An Silvester und an Neujahr - also am 31. Dezember und am 1. Januar - gilt die Zehn-Personen-Ausnahme aber nicht. Auch dann sind also maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Feuerwerke und Menschenansammlungen auf großen Plätzen sind verboten. Und auch der Verkauf von Böllern und Raketen.

Ich bitte alle Menschen, in den nächsten Tagen von Kontakten, die nicht unbedingt notwendig sind, Abstand zu halten und damit einen Beitrag zu leisten, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird.
Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag

Das bedeutet für uns alle, dass das Weihnachtsfest und auch Silvester in diesem Jahr wohl ein bisschen anders ausfallen, als sonst. Wie es nach dem 10. Januar weitergeht, wollen die Politikerinnen und Politiker zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Auf dem Bild sieht man eine Christbaumkugel in Nahaufnahme, die an einem Weihnachtsbaum hängt. Es zeigt das Gesicht eines Weihnachtsmannes, der über seinem Mund und Bart eine Gesichtsmaske trägt.
Weihnachten mit Maske. In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders.
Quelle: Federico Gambarini/dpa

In einigen Bundesländern sind die Regeln sogar noch strenger. In Bayern gelten seit letzter Woche Ausgangsbeschränkungen. Dort darf man das Haus nur noch aus einem wichtigen Grund verlassen, wie zum Beispiel ein Arztbesuch oder Einkäufe. In Baden-Württemberg gibt es seit Samstag nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Und auch in Sachsen gelten seit Montag solche Ausgangsbeschränkungen, sodass man das Haus nur aus einem wichtigen Grund verlassen darf. In Hessen gibt es in Regionen mit besonders vielen Ansteckungen eine nächtliche Ausgangssperre. Und auch Berlin, Brandenburg und Thüringen haben solche Beschränkungen angekündigt.

Was sagt ihr? Findet ihr die strengen Corona-Regeln und die Schulschließungen gut? Oder findet ihr, dass das alles zu viel und übertrieben ist? Schreibt uns unten in den Kommentaren, was ihr dazu denkt.

Diesen Text hat Lisa geschrieben.

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