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Die deutsch-israelische Beziehung

Die Beziehung zwischen Israel und Deutschland war nicht immer so freundschaftlich wie heute.

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Bei euch ist es vielleicht auch so, dass es in der Klasse Kinder gibt, mit denen ihr euch echt super versteht. Mit anderen habt ihr vielleicht nicht so viel zu tun oder seid oft unterschiedlicher Meinung. So ähnlich ist es auch in der Politik: Es gibt Länder, die sich ziemlich gut verstehen und eine Art Freundschaft haben. Deutschland hat zu vielen Ländern auf der Welt freundschaftliche Beziehungen. Dann besuchen sich zum Beispiel regelmäßig die Politiker gegenseitig. So ist das auch zwischen Israel und Deutschland. Doch die Beziehung zwischen den beiden Ländern ist eine ganz besondere - und die hat mit der deutschen Vergangenheit zu tun.

Bundespräsident Gauck empfängt den israelischen Präsidenten Rivlin in Berlin
Deutsche Politiker fahren oft nach Israel. Quelle: dpa

Grausamer Plan

Im Jahr 1933 kam in Deutschland Adolf Hitler an die Macht. Er war ein sehr brutaler Herrscher mit einem grausamen Plan: Er wollte alle Juden in der Welt töten.
Anfang der 30er Jahre begannen Hitler und seine Anhänger diesen grauenhaften Plan in die Tat umzusetzen. Und taten dies vor allem während des Zweiten Weltkrieges: Insgesamt wurden von 1933 bis 1945 in Europa mehr als sechs Millionen Juden ermordet - vor allem in Konzentrationslagern. Weil Hitler und seine Leute versucht hatten, mit den Juden eine ganze Volksgruppe zu vernichten, spricht man auch von Völkermord.

Schwarz-Weiß-Foto von Überlebenden von Auschwitz
Hitler wollte alle Juden töten und sperrte sie in Konzentrationslager. Quelle: ap

Dieser Völkermord wird auch Holocaust genannt. Oder auf Hebräisch, der Sprache der meisten Juden, "Schoah". Das bedeutet so viel wie Unheil oder Katastrophe. Einige Juden waren während des Zweiten Weltkrieges rechtzeitig vor dem Holocaust geflüchtet. Für sie hatten Politiker aus verschiedenen Ländern einen Plan: Alle Juden sollten in einem eigenen Staat frei und sicher leben können - und zwar in dem Staat Israel.

Für den israelischen Staat hatten Politiker aus vielen Ländern ein Stück Land ausgesucht, wo schon damals neben anderen Bevölkerungsgruppen viele Juden lebten: Die Region Palästina am Mittelmeer. Am 14. Mai 1948 wurde der unabhängige Staat Israel ausgerufen. Viele Juden, die die grausame Zeit von Adolf Hitler in Deutschland oder in anderen Ländern Europas erlebt haben, sind in den neuen Staat Israel gezogen.

Erinnern und gedenken

Noch heute leben in Israel viele Menschen, die Familienangehörige, Freunde oder Bekannte durch den Holocaust verloren haben. Die grausame Zeit der Judenverfolgung soll niemals vergessen werden. Deshalb ist sie auch immer Thema, wenn ein deutscher Politiker nach Israel kommt. Meistens besuchen die Politiker zum Beispiel die Gedenkstätte Yad Vashem, die an die vielen ermordeten Juden erinnert.

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