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Klimaschützer sind sauer auf Siemens

Die Firma will den Bau eines neuen, riesigen Kohlebergwerks unterstützen. Ausgerechnet in Australien, wo seit Wochen heftige Buschfeuer wüten.

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In den vergangenen Tagen sind Klimaschützerinnen und Klimaschützer auf die Straße gegangen, um gegen die deutsche Firma Siemens zu protestieren. Denn Siemens will den Bau eines der größten Kohlebergwerke der Welt in Australien unterstützen. Die Firma will Technik nach Australien liefern, die dort in Bahnstrecken verbaut werden soll. Auf diesen Bahnstrecken soll später einmal die Kohle aus dem Bergwerk transportiert werden.

Das Problem: Mit Kohle Strom zu erzeugen, ist besonders schädlich für das Klima. Denn um Strom zu produzieren, wird in Kraftwerken Kohle verbrannt. Bei der Verbrennung entsteht unter anderem auch das Gas CO2. Das ist mitverantwortlich für den Klimawandel - also dafür, dass es auf der Erde immer wärmer wird. Deshalb wollen viele, dass in Zukunft weniger Strom mit Kohle erzeugt und somit auch weniger Kohle abgebaut wird.

Ein Demonstrant mit Plakat demonstriert gegen den Konzern Siemens; München; 10.01.2020
Proteste vor einem Gebäude der Firma Siemens
Quelle: dpa

In Australien sind die Auswirkungen des Klimawandels momentan besonders heftig zu spüren. Seit Wochen wüten extreme Buschbrände. Expertinnen und Experten sagen, dass es auch am Klimawandel liegt, dass die Feuer in diesem Jahr so heftig sind.

Viele Klimaschützerinnen und Klimaschützer finden es deshalb nicht gut, dass die deutsche Firma Siemens den Bau dieses Kohlebergwerks unterstützt. Trotz der Proteste hat der Chef der Firma schon gesagt, dass Siemens die Technik für die Bahnstrecke auf jeden Fall nach Australien liefern will. Die Begründung: Siemens hat bereits einen Vertrag mit der Firma gemacht, die das Kohlebergwerk in Australien baut. An diesen will sich Siemens jetzt auch halten.

Auch in Australien gibt es Proteste

Nicht nur in Deutschland, auch in Australien gibt es Proteste. Viele Menschen in Australien sind sauer auf die Regierung. Sie unternehme nicht genug gegen den Klimawandel und erlaube stattdessen, dass ein neues Kohlebergwerk gebaut wird. Warum Kohlekraft in Australien so eine wichtige Rolle spielen, erklärt logo! euch weiter unten im Video.

Und nicht nur wegen des Klimas sind viele gegen das neue Bergwerk. Durch den Bau würde außerdem der Lebensraum indigener Völker und vieler Tiere zerstört werden. Und auch das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt im Meer vor Australien, wäre gefährdet. Denn die Schiffe, die die Kohle weiter transportieren, würden durch das Gebiet fahren.

Das sagen die Befürworter

Es gibt allerdings auch Befürworter des Bergwerks. Sie finden es zum Beispiel gut, dass mit dem Bau viele neue Jobs entstehen und viele Australierinnen und Australier so Arbeit finden. Außerdem meinen viele, dass Firmen wie Siemens und die Firma, die das Bergwerk in Australien baut, auch Geld verdienen müssen, damit die Wirtschaft funktioniert.

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