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Die schwierige Lage im Westjordanland

Die 14-jährige Noor lebt im Westjordanland. Das gehört zu den Palästinensischen Gebieten. Erfahrt hier, was an ihnen so besonders ist

Datum:

Aktualisiert am 15.04.2021

Deutsche leben in Deutschland, Italiener in Italien, Schweizer in der Schweiz: Für die meisten Menschen ist es ganz normal, in einem eigenen Staat leben zu können. Für Palästinenser nicht. Viele Palästinenser leben in den sogenannten Palästinensischen Gebieten: Das sind der Gazastreifen und das Westjordanland, das auch Westbank genannt wird. Nach den Regeln des Völkerrechts gehört auch Ostjerusalem noch dazu. Diese Gebiete haben eine eigene Regierung und eine eigene Verwaltung. Ein eigener Staat sind die Palästinensischen Gebiete allerdings nicht.

Eine Karte auf der der Gazastreifen, das Westjordanland und Israel abgebildet sind.
Hier seht ihr, wo die Palästinensischen Gebiete liegen.
Quelle: ZDF

Große muslimische Mehrheit

Die allermeisten Menschen, die im Gazastreifen und im Westjordanland leben sind Muslime, gehören also der Religion Islam an. Dass die Palästinenser keinen eigenen Staat haben, hat mit der Geschichte Israels zu tun.

Präsident der Palästinenser Mahmud Abbas
Präsident der Palästinenser Mahmud Abbas
Quelle: ap

Immer wieder Kämpfe

Um den Gazastreifen, das Westjordanland und Jerusalem gab es zwischen Palästinensern und Israelis immer wieder heftige Kämpfe. So auch im Jahr 1967. Da fühlte Israel sich durch Konflikte mit Nachbarstaaten bedroht und fürchtete, von diesen angegriffen zu werden. Um einem Angriff zuvorzukommen, fing Israel selbst einen Krieg an. Dabei besetzten israelische Soldaten das Westjordanland, den Gazastreifen und Ostjerusalem.

Die Lage heute

Vor einiger Zeit haben sich die israelischen Soldaten aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Das Westjordanland und Ostjerusalem sind aber zum Teil immer noch von Israelis besetzt. Die Palästinenser dürfen in den Gebieten wenig alleine entscheiden. Bei vielen Dingen muss die Regierung Israels zustimmen. Noch heute gibt es Streit um die Aufteilung der Gebiete und es kommt in der Region immer wieder zu Gewalt und Konflikten.

Bei dem Streit geht es um viele verschiedene Dinge. Zum Beispiel auch darum, wer welche Schulen im Westjordanland bauen darf. Wir haben die 14-jährige Noor begleitet, die auf eine Schule geht, die abgerissen werden soll:

logo! - Noors Schule soll abgerissen werden  

50 Beduinenkinder gehen auf die Schule im Westjordanland.

Videolänge
2 min · ZDFtivi 2 min

Noor lebt als palästinensisches Mädchen im Westjordanland. Hier im Video erklären wir euch nochmal die Lage dort:

Viele Palästinenser wollen, dass die Gebiete des Westjordanlandes, Jerusalems und des Gazastreifens zusammen ein eigener Staat werden. Dann würde die Region in zwei Staaten aufgeteilt werden: in Israel und einen Palästinensischen Staat. Deshalb wird oft auch von der Zwei-Staaten-Lösung gesprochen.

Viele unterstützen den Plan

Viele Politiker und Politikerinnen aus der ganzen Welt unterstützen den Plan einer Zwei-Staaten-Lösung. Sie hoffen, dass die Israelis und die Palästinenser so in Zukunft friedlich als Nachbarn zusammenleben können. Doch bislang ist es Israelis und Palästinensern nicht gelungen, sich gemeinsam auf einen Teilungsplan zu einigen. Auf beiden Seiten gibt es auch Gegner dieses Plans.

Die israelische Flagge weht vor dem Felsendom in Jerusalem

logo! - Die Geschichte Israels 

Den Staat Israel gibt es seit 1948.

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