Sie sind hier:

Digitalisierung in der EU voranbringen

Die Chefs der EU-Länder haben sich in der estnischen Hauptstadt Tallinn getroffen, um darüber zu beraten, wie die Länder der EU sich schneller technisch weiterentwickeln können.

Datum:

Für die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union ging es am Freitag bei ihrem Treffen in Tallinn um Digitalisierung, also um Themen wie schnelles Internet, die Vernetzung von Computern und andere Computertechnik. Denn Experten sagen: Wie gut sich beispielsweise Firmen in der EU entwickeln werden, oder wie wohlhabend die EU-Bürger sein werden - all das hängt sehr stark davon ab, wie sich die EU-Länder in Sachen Digitalisierung weiterentwickeln. Die meisten Länder der EU hinken da nämlich anderen Ländern noch hinterher.

Merkel und Tusk
Angela Merkel diskutiert mit Donald Tusk, dem Präsidenten des Europäischen Rates. Quelle: dpa

Deutschland kein digitaler Vorreiter

Auch Deutschland hat da noch einiges nachzuholen: zum Beispiel beim Internet. Die Internetleitungen in Deutschland können nicht besonders viele Daten transportieren, außerdem ist die Verbindung ziemlich langsam. Deshalb sollen beispielsweise die Internetleitungen ausgebaut werden, damit es mit dem superschnellen Internet vorangeht.

Estland bei Digitalisierung weit vorne

Anders sieht es da in dem europäischen Land Estland aus: Das kleine Land gilt beim Thema Digitalisierung als Vorbild für die anderen EU-Länder.

Schulen verfügen dort beispielsweise alle über Computer und Internetzugang. Über Online-Plattformen können die Lehrer, Schüler und ihre Eltern alles rund um die Schule organisieren. Stundenpläne, Hausaufgaben und sogar Noten können darüber abgerufen werden. Bereits in der ersten Klasse beginnen die Schüler damit, sich mit Programmieren zu beschäftigen.

Was geht in Estland schon alles digital?

Online-Wahl in Estland
In Estland kann man auch online wählen. Quelle: imago

Seit mehr als zehn Jahren können die Esten online wählen. Bei den Parlamentswahlen vor zwei Jahren hat fast jeder dritte Wähler sein Kreuz nicht mehr auf einem Wahlzettel im Wahllokal gemacht, sondern stattdessen online gewählt.

Fast alle Esten haben mittlerweile einen Personalausweis, der von Computern ausgelesen werden kann, eine sogenannte ID-Karte. Damit können die Esten sich auch digital eindeutig ausweisen und so sogar unterschreiben. In Estland gilt die digitale Unterschrift genauso wie die Unterschrift mit der Hand. Und so kann man mit Hilfe der ID-Karte Dokumente unterschreiben, ein Konto bei der Bank eröffnen oder sogar eine Firma gründen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!