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Diskussion um Bundeswehr an Schulen

In Deutschland wird gerade viel über Schulbesuche der Bundeswehr diskutiert. Bei diesen Besuchen sollen Schüler mehr über die Aufgaben der Bundeswehr erfahren oder über die Bundeswehr als Arbeitgeber informiert werden. Einige Politiker finden das allerdings gar nicht gut.

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Die Bundeswehr ist die Armee von Deutschland. Soldaten oder Soldatinnen, die bei der Bundeswehr ihren Dienst tun, arbeiten für den Staat. Es gibt sehr unterschiedliche Jobs bei der Bundeswehr, denn sie hat auch viele verschiedene Aufgaben. Was alles zur Arbeit der Bundeswehr gehört, darüber informieren Vertreter der Bundeswehr auch immer wieder in Schulen - das macht die Bundeswehr auf zwei verschiedene Arten: mit Jugendoffizieren oder mit Karriereberatern.

Archiv: Ein Oberleutnant stellt Gymnasiasten am 27.05.2014 in Villingen-Schwenningen die Bundeswehr als Arbeitgeber vor
Ein Oberleutnant stellt Gymnasiasten die Bundeswehr als Arbeitgeber vor
Quelle: dpa

Jugendoffiziere informieren über die Arbeit der Bundeswehr

Immer mal wieder besuchen sogenannte Jugendoffiziere der Bundeswehr Schulen, um dort etwas über ihre Arbeit zu erzählen. Sie erklären den Schülerinnen und Schülern, was die Aufgaben der Bundeswehr sind und was Soldatinnen und Soldaten in ihrem Beruf machen. Zum Beispiel in welchen Ländern sich Bundeswehrsoldaten gerade aufhalten und warum sie das machen. Oder wie darüber entschieden wird, welche Aufgaben die Bundeswehrsoldaten in anderen Ländern genau haben. Gleichzeitig geht es aber auch um die ganz alltägliche Arbeit vieler Soldaten und Soldatinnen in Deutschland.

Meistens halten die Jugendoffiziere Vorträge in Fächern wie Geschichte, Politik oder Sozialkunde. Die Schüler können dabei Fragen stellen und mit den Jugendoffizieren diskutieren. Bei diesen Besuchen geht es nicht darum Schülerinnen  und Schüler davon zu überzeugen, bei der Bundeswehr zu arbeiten.  

Karriereberater werben für Jobs bei der Bundeswehr

Die sogenannten Karriereberater der Bundeswehr machen dagegen genau das. Sie gehen an die Schulen und machen Werbung für die Bundeswehr. Ihr Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler davon zu überzeugen, später bei der Bundeswehr eine Ausbildung zu machen oder dort zu arbeiten. Zum Beispiel als Arzt, Chemiker, Soldat, Computerexperte oder als Koch. Solche Karriereberater kommen meistens an Berufsinformationstagen an die Schulen, halten Vorträge oder nehmen an Projektwochen teil. Ihre Hauptaufgabe ist also vor allem, darüber zu informieren, wie und was man bei der Bundeswehr arbeiten kann oder welche Ausbildungsmöglichkeiten es dort gibt.

Nur mit Einladung

Egal ob Jugendoffizier oder Karriereberater, die Bundeswehr darf bei den Schulen nicht einfach auf der Matte stehen. Sie dürfen nur Vorträge halten oder über die Bundeswehr als Arbeitgeber informieren, wenn der Schulleiter oder die Schulleiterin sie einladen.

Wenn Schüler, Eltern und Lehrer etwas dagegen haben, können sie das immer in Lehrer- und Schulkonferenzen sagen.  Finden trotzdem Vorträge der Bundeswehr an einer Schule statt, können Schülerinnen und Schüler von den Eltern davon befreit werden. Man muss als Schüler also nicht an den Informationsveranstaltungen der Bundeswehr teilnehmen.

Aktuelle Diskussion

Einige Politiker sind der Meinung, dass vor allem die Karriereberater der Bundeswehr nicht an Schulen kommen sollten, um dort Werbung zu machen. Die Sorge ist, dass die Schülerinnen und Schüler von der Bundeswehr beeinflusst werden könnten, weil viele der Berufe erst einmal super spannend klingen. Sie befürchten, dass durch die Karriereberater nicht klar wird, dass einige Berufe auch sehr gefährlich sein können. Zum Beispiel wenn Soldaten in Kriegsgebiete geschickt werden.

Die meisten Politiker und Politikerinnen sind sich allerdings einig, dass es wichtig ist, Schüler und Schülerinen über die Aufgaben und Arbeit der Bundeswehr zu informieren.

Bundeswehrsoldaten in der Grundausbildung

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Die Bundeswehr ist die Armee der Bundesrepublik Deutschland. Sie hat drei große Abteilungen.

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