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Diskussion um Down-Syndrom-Test

Politiker im Bundestag haben in der vergangenen Woche über einen Bluttest für schwangere Frauen diskutiert. Mit dem Test lässt sich feststellen, ob ein Kind im Bauch der Mutter eine Behinderung haben könnte. Die Politiker im Bundestag sind sich uneinig darüber, ob schwangere Frauen den Test selbst bezahlen sollten oder ihn bezahlt bekommen.

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Das Down-Syndrom (gesprochen: Daun-Sündrom) ist eine Behinderung, die sich bereits vor der Geburt im Bauch der Mutter entwickelt. Es ist keine Krankheit und es gibt auch keine Medizin dagegen. Mit Hilfe eines Bluttests lässt sich mittlerweile vor der Geburt eine Kindes feststellen, ob das Kind das Down-Syndrom haben könnte. Schwangere Frauen bekommen einfach ein bisschen Blut abgenommen und das Blut wird untersucht. Danach lässt sich ziemlich sicher sagen, ob ein Kind das Down-Syndrom hat.

Bisher müssen schwangere Frauen diese Bluttests selbst bezahlen. Das kostet rund 130 Euro. Manche Politiker fordern nun, dass bestimmte Frauen den Bluttest bezahlt bekommen sollten. Einige Politiker sind allerdings gegen die Bezahlung solcher Bluttests.

Ein Mädchen mit Down-Syndrom im Unterricht
In den meisten Dingen sind Kinder mit Down-Syndrom nicht anders als andere Kinder.
Quelle: dpa

Leben mit Down Syndrom

Was sagen die Politiker, die für die Bezahlung sind?

Die Bluttests sind nicht gefährlich für die schwangere Frau und das Kind. Es gibt aber auch andere viele aufwändigere, riskantere und teurere Tests, um festzustellen, ob ein ungeborenes Kind das Down-Syndrom hat. Bei diesen Tests kann es sogar vorkommen, dass die ungeborenen Kinder verletzt werden oder in seltenen Fällen sogar sterben. Diese Tests müssen viele schwangere Frauen jedoch nicht selbst zahlen, sondern bekommen sie bezahlt. Einige Politiker sagen deshalb: Wenn eine teure, risikoreiche Untersuchung bezahlt wird, sollten doch auch günstige und sichere Tests bezahlt werden.

Was sagen die Politiker, die gegen eine Bezahlung sind?

Einige Politiker sind jedoch der Meinung, dass diese Bluttests nicht kostenlos sein sollten. Denn: In den meisten Fällen, in denen ein Down-Syndrom des ungeborenen Kindes festgestellt wurde, entschieden sich die Eltern für eine Abtreibung. Das bedeutet, sie brechen die Schwangerschaft ab und das Kind wird nicht geboren. Einige Politiker befürchten: Je einfacher der Test zu machen ist, desto mehr Eltern entscheiden sich den Test zu machen. Das könnte dazu führen, dass sich mehr Eltern dafür entscheiden, die Schwangerschaft abzubrechen, weil häufiger festgestellt wird, dass ein ungeborenes Kind das Down-Syndrom haben könnte. Die Politiker sind der Meinung, es dürfe nicht so einfach über das Leben von Kindern entschieden werden. Schließlich hätten Kinder mit Down-Syndom die gleiche Chance verdient, ein schönes Leben zu führen wie alle anderen Kinder auch.

Entscheidung im August

Im Moment sieht es danach aus, dass eine Mehrheit der Politiker dafür ist, die Bluttests zu bezahlen. Doch mit einer Entscheidung ist nicht vor August zu rechnen. Bis dahin wird wahrscheinlich noch viel über das Thema diskutiert.

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1 min
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