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Doping in Russland

Das Internationale Olympische Komitee hat am Dienstag entschieden: Bei den Winterspielen in zwei Monaten dürfen Sportler nicht für Russland antreten.

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Die 14 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) haben sich am Dienstag in der Stadt Lausanne in der Schweiz getroffen. Hinter verschlossenen Türen diskutierten sie den ganzen Tag lang. Am Ende gab es eine Entscheidung: Russland wird von den Olympischen Winterspielen 2018 ausgeschlossen.

Olympische Flagge
Die olympische Flagge Quelle: public address

Bei den Wettkämpfen, die im Februar in Südkorea stattfinden, wird es kein russisches Team, keine russische Hymne und keine russische Flagge geben. Für einzelne russische Sportler soll es dennoch möglich sein, an den Spielen teilzunehmen. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie beweisen können, dass sie nichts mit Doping zu tun haben. Dann wird ihnen erlaubt, unter der neutralen olympischen Flagge zu starten.

Doping unterstützt und vertuscht

Das Problem: Sehr viele russische Sportler sollen in den vergangenen Jahren gedopt haben - auch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Doping bedeutet, dass Sportler zu unerlaubten Mitteln greifen, zum Beispiel zu bestimmten Medikamenten, um ihre Leistung zu steigern. Das ist unfair und streng verboten. Besonders krass: Der russische Staat soll das Doping unterstützt und vertuscht haben. Manche Politiker und Polizisten und auch das russische Sportministerium sollen eingeweiht gewesen sein. Ärzte, Labormitarbeiter und Trainer haben wohl regelmäßig dabei geholfen, Dopingproben auszutauschen und Testergebnisse verschwinden zu lassen.

Doping
Doping ist verboten. Quelle: colourbox.de

Nicht alle russischen Sportler ausgeschlossen

Einzelne Sportler wurden bereits komplett gesperrt, weil ihnen Doping nachgewiesen werden konnte. Manche dürfen sogar ihr Leben lang nicht mehr an Olympischen Spielen teilnehmen. Weil in Russland offenbar so viele Leute aus ganz verschiedenen Bereichen in das Doping-System verwickelt waren und Doping möglicherweise immer noch sehr verbreitet ist, forderten viele, dass alle russischen Sportler von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossen werden. Andere meinten allerdings, es sei unfair, alle russischen Sportler zu bestrafen. Denn ein kompletter Ausschluss hätte auch diejenigen getroffen, die vielleicht nichts mit Doping zu haben.

Mit seiner Entscheidung hat das Internationale Olympische Komitee versucht, einen Kompromiss zu finden: Russland soll für das weitverbreitete Doping bestraft werden, ehrliche Athleten sollen aber weiterhin die Möglichkeit bekommen, an den Spielen teilzunehmen.

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