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Russische Sportler scheitern mit Klage

Nach einem langen Hick-Hack hat der Internationale Sportgerichtshof am Freitag entschieden: ohne Einladung des Internationalen Olympischen Komitees können 45 russische Sportler nicht bei den Winterspielen antreten.

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Um die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs von Freitag zu verstehen, schauen wir erst einmal zurück:

Im Dezember haben die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine mit Spannung erwartete Entscheidung getroffen: Sie schlossen Russland von den Olympischen Winterspielen 2018 aus und sperrten viele russische Sportler. Der Grund: Dopingverdacht.

Doping unterstützt und vertuscht

Sehr viele russische Sportler sollen in den vergangenen Jahren gedopt haben - auch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Das haben einige russische Sportler selbst ausgesagt. Doping bedeutet, dass Sportler zu unerlaubten Mitteln greifen, zum Beispiel zu bestimmten Medikamenten, um ihre Leistung zu steigern. Das ist unfair und streng verboten. Besonders krass: Der russische Staat soll das Doping unterstützt und vertuscht haben. Manche Polizisten und Politiker - auch im russischen Sportministerium - sollen eingeweiht gewesen sein. Ärzte, Labormitarbeiter und Trainer haben wohl regelmäßig dabei geholfen, Dopingproben auszutauschen und Testergebnisse verschwinden zu lassen.

Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs

Wegen dieser Vorwürfe hatte das IOC viele Sportler aus Russland gesperrt, manche sogar lebenslang. Doch einige Sportler wollten das nicht akzeptieren und haben sich an den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gewendet. Und der CAS hat Anfang Februar tatsächlich anders entschieden als das Olympische Komitee.

Laut dem CAS-Urteil von Februar waren die Olympia-Sperren von 28 Sportlern ungültig. Bei elf weiteren wurden die lebenslangen Sperren aufgehoben. Der Sportgerichtshof sagte, dass es nicht genügend Beweise für das Doping gebe. Das bedeute allerdings nicht, dass die Sportler auch tatsächlich unschuldig seien. Möglicherweise haben sie gedopt - nur nachweisen kann man es ihnen nicht.

Doping
Doping ist verboten.
Quelle: colourbox.de

Keine Einladung des IOC

Doch die Aufhebung der Sperren hat nicht bedeutet, dass die Sportler doch bei den Olympischen Spielen in Südkorea antreten durften. Denn die Sportler brauchten dafür eine Einladung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Diese Einladung kam aber nicht. Denn das IOC ist weiter davon überzeugt, dass die Sportler gedopt haben. 45 russische Sportler haben deshalb wieder vor dem CAS geklagt.

Endgültiges Urteil

Am Freitagmorgen, also nur wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Pyeongchang, hat der Internationale Sportgerichtshof CAS die Klage der 45 russischen Sportler abgewiesn. Die 45 russischen Sportler können nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Die CAS-Richter sagen, dass das IOC selbst entscheiden darf, welche Sportler es zu Olympia einlädt und welche nicht.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) nannte die CAS-Entscheidung "hocherfreulich".

Nicht alle Russen sind ausgeschlossen

Trotzdem dürfen 169 russische Athleten bei Olympia starten. Sie müssen in Südkorea als "Olympische Athleten aus Russland" unter neutraler Flagge starten. Bei diesen Sportlern war sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) sicher, dass sie nicht gedopt haben.

ZDFtivi | logo! - Streit um Olympiateilnahme

45 russische Sportler dürfen nicht zu Olympia. logo! erklärt, warum.

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1 min
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