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Dopingskandal bei der Ski-WM

Fünf Langläufer wurden bei der Ski-WM in Österreich festgenommen. Sie haben mit unfairen und verbotenen Mitteln versucht, ihre Leistungen zu steigern.

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Noch bis zum Sonntag läuft in Seefeld, in Österreich, die Nordische Ski-Weltmeisterschaft. Für viele Wintersportler und -sportlerinnen ist das der große Saison-Höhepunkt, auf den sie lange hingefiebert haben. Viele haben den Traum, bei der WM eine der begehrten Medaillen zu gewinnen. Und für diesen Traum haben einige Sportler verbotene und unfaire Mittel benutzt: Sie haben gedopt. Das heißt, sie haben unerlaubte Mittel benutzt, um ihre sportlichen Leistungen zu steigern.

Wie ist das rausgekommen?

Am Mittwoch fand in Seefeld eine Polizei-Razzia statt. Polizisten durchsuchten die Hotelzimmer von WM-Teilnehmern, Betreuern und Ärzten. Fünf Langläufer aus Österreich, Kasachstan und Estland wurden festgenommen. Sie haben inzwischen zugegeben, dass sie gedopt haben und sind wieder auf freiem Fuß. Die fünf Langläufer sollen das Doping mit eigenem Blut gemacht haben.

Ein Polizeiauto vor dem Hotel Bergland in Seefeld am 27.07.2019
Ein Polizeiauto vor dem Hotel Bergland in Seefeld
Quelle: picture alliance/APA/picturedesk.com

Wie funktioniert Blutdoping?

Im Blut sind rote Blutkörperchen enthalten. Sie transportieren Sauerstoff aus der Luft in die Muskeln. Je mehr rote Blutkörperchen im Blut sind, desto mehr Sauerstoff gelangt in die Muskeln und desto leistungsfähiger werden sie.

Deshalb lassen sich Sportler, die mit Blut dopen, einige Zeit vor einem Wettkampf erst eine große Menge Blut abnehmen. Die roten Blutkörperchen werden dabei herausgefiltert und dem Sportler kurz vor dem Wettkampf wieder eingespritzt. So hat er besonders viele rote Blutkörperchen im Blut. Blutdoping ist verboten und lebensgefährlich: Wenn das Blut nicht gut gekühlt wird, verdirbt es und wird giftig. Da Blutdoping insbesondere dabei hilft, mehr Ausdauer zu haben, kommt diese Art des Dopings vor allem bei Ausdauer-Sportarten wie Biathlon, Radsport, Ski-Langlauf oder im Marathon vor.

Sind auch deutsche Sportler betroffen?

Parallel zu der Razzia in Österreich gab es auch in Deutschland zwei Festnahmen. Einer der beiden ist Sportarzt in Erfurt. Er soll Sportler beim Blutdoping unterstützt haben. Deutsche Sportler sind aber wohl nicht beteiligt.

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