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Schon wieder Drohbriefe aufgetaucht

Seit August 2018 haben einige Menschen Drohbriefe erhalten. Die Briefe wurden mit NSU 2.0 unterschrieben. Wer hinter den Briefen steckt ist bisher unklar.

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Aktuell haben wieder Menschen Drohbriefe erhalten. Es sind vor allem Menschen die in der Öffentlichkeit stehen. Also Politikerinnen und Politiker, Künstlerinnen und Künstler und auch Journalistinnen und Journalisten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verfasser der Drohbriefe rechtsextrem sind und diese Menschen einschüchtern wollen.

Mehr zu den Drohbriefen erfahrt ihr hier im Video:

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Um was geht es bei den Drohbriefen?
 

Zurzeit bekommen einige Menschen Drohbriefe. logo! erklärt euch, was bis jetzt passiert ist.

Videolänge:
1 min

Was bedeutet die Unterschrift NSU 2.0?

Die Drohbriefe wurden immer mit "NSU 2.0" unterschrieben. Die Verfasser der Briefe beziehen sich damit auf die rechtsextreme Gruppe NSU, die in Deutschland zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen getötet hat - alle Opfer hatten einen Migrationshintergrund. NSU steht für "Nationalsozialistischer Untergrund". Mehr zur NSU könnt ihr hier nachlesen

Was haben die Empfänger der Drohschreiben gemeinsam?

Alle Personen, die in den vergangenen Jahren eine Drohung erhalten haben, haben entweder selbst einen Migrationshintergrund, wie zum Beispiel die Schauspielerin Idil Baydar, oder setzen sich politisch für Menschen mit Migrationshintergrund ein. Das heißt: Sie engagieren sich gegen Rassismus. Und somit gegen die Benachteiligung von Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion. Außerdem ist es auffällig, dass die Briefe fast immer nur an Frauen gesendet wurden.

Was hat die hessische Polizei damit zu tun?

Auch fast zwei Jahre später wissen die Ermittler noch nicht, wer hinter den Schreiben steckt. Sie haben aber eine Spur, die zur hessischen Polizei führt. Denn die persönlichen Daten der Empfänger*innen, wie Name und Adresse, wurden vorher von Computern der Polizei in Frankfurt und Wiesbaden herausgesucht. Teilweise tauchten in den Drohschreiben auch Informationen auf, die nicht öffentlich waren – also zu denen nicht jeder einfach Zugang hat.

Nach dem ersten Drohschreiben 2018 wurde die Frankfurter Polizei genauer unter die Lupe genommen. Dabei tauchte auch eine WhatsApp-Gruppe auf. In dieser Gruppe tauschten Frankfurter Polizistinnen und Polizisten ausländerfeindliche und rechtsextreme Inhalte aus. Gegen diese Polizistinnen und Polizisten wird seitdem ermittelt. 

Aber da bis jetzt nicht klar ist, wie das alles zusammenhängt, wurde bei der hessischen Polizei ein Sonderermittler eingestellt. Der Ermittler soll aufklären, wer hinter den Drohschreiben steckt.

Was Rechtsextremismus genau bedeutet, könnt ihr euch im Video anschauen.

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Rechtsextremismus
 

logo! erklärt euch, was das ist.

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