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E-Zigarette "Juul" - gefährlicher Trend

Seit Mittwoch gibt es in Deutschland die E-Zigarette "Juul" zu kaufen. Die kommt aus den USA und ist dort sehr beliebt - besonders bei Jugendlichen. Dabei können E-Zigaretten wie "Juul" abhängig und krank machen.

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Auf vielen Pausenhöfen und Schultoiletten in den USA wird "gejuult" - also eine "Juul"-E-Zigarette geraucht. Zwar ist das Rauchen von Zigaretten und E-Zigaretten in den USA für Kinder und Jugendliche genauso verboten wie in Deutschland - doch trotzdem schaffen es viele Jugendliche, an die E-Zigaretten zu kommen, und rauchen sie heimlich auf den Schulklos. 

Inzwischen ist das so ein großes Problem, dass Schüler an einigen Schulen nicht mehr alleine zur Toilette gehen dürfen.  An anderen Schulen wurden Warnmelder auf den Toiletten angebracht, die melden, wenn dort jemand E-Zigaretten raucht.

E-Zigarette Juul
In Deutschland muss man mindestens 18 sein, um die E-Zigarette zu kaufen.
Quelle: reuters

Auch in Deutschland erhältlich

Auch in Deutschland gibt es die E-Zigarette seit Mittwoch zu kaufen. Es wird nicht erwartet, dass hier bald ähnliche Zustände herrschen wie in den USA. Ärzte und Experten sind trotzdem beunruhigt und beobachten deshalb genau, wie sich der Umgang mit "Juul" hier entwickelt.

Normale Zigaretten gelten als uncool

Ein Student raucht eine E-Zigarette der Marke Juul.
Der Dampf schmeckt nicht nach Tabak.
Quelle: Magdalena Tröndle/dpa

Die E-Zigarette "Juul" ist ein kleines technisches Gerät, das mit einer kleinen Kapsel mit Flüssigkeit gefüllt ist. Zieht man an der E-Zigarette, erhitzt sich die Flüssigkeit und verdampft. Diesen Rauch atmet man dann ein. Der schmeckt nicht nach Tabak, wie bei normalen Zigaretten, sondern zum Beispiel nach Mango, Minze oder Erdbeere. Das schmeckt vielen Jugendlichen.

Name, Geschmack, Aussehen - alles bei "Juul" ist anders als bei normalen Zigaretten. Denn normale Zigaretten gelten bei vielen inzwischen als uncool. Und deswegen sollen Menschen, wenn sie "Juul" sehen, möglichst wenige Ähnlichkeiten zu normalen Zigaretten sehen. Um das zu erreichen, hat der Hersteller in den USA geschickt Werbung gemacht, um "Juul" möglichst cool darzustellen.

Kein harmloses Spielzeug, sondern Krankmacher

Das Problem: E-Zigaretten wie "Juul" sind kein Spielzeug und auch kein reines Technik-Produkt. In dem Dampf sind giftige Stoffe wie Nikotin enthalten - dasselbe Nikotin, das auch in echten Zigaretten steckt. Es kann süchtig machen. Das bedeutet, dass man irgendwann nicht mehr aufhören kann, E-Zigaretten zu rauchen.

Und: Nutzer von E-Zigaretten wie "Juul" rauchen oft viel mehr als sie vielleicht normale Zigaretten rauchen würden. Denn es schmeckt vielen besser. Außerdem gibt es nicht so einen klaren Punkt, die E-Zigarette wegzulegen. Eine normale Zigarette ist ja irgendwann aufgeraucht. Bei der E-Zigarette ziehen Nutzer oft lange weiter. So können sie an einem Tag so viel Nikotin einatmen wie in einer ganzen Schachtel Zigaretten steckt - ohne es wirklich zu bemerken.

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