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Das Gesetz zur "Ehe für alle" ist in Kraft getreten

Seit dem 1. Oktober 2017 gilt das Gesetz zur "Ehe für alle" in Deutschland. Damit dürfen gleichgeschlechtliche Paare genauso heiraten und Kinder adoptieren wie ein Paar von Mann und Frau.

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Zwei Väter spielen mit ihrem Baby.
Auch homosexuelle Paare dürfen ab jetzt Kinder adoptieren. Quelle: imago

Auf diesen Tag haben viele Menschen lange gewartet: Seit dem 1. Oktober 2017 dürfen auch homosexuelle Paare in Deutschland heiraten. Homosexuelle Paare, das sind Männer, die Männer lieben und Frauen, die Frauen lieben. Vorher es so, dass homosexuelle Paare beim Standesamt ihre Partnerschaft "eintragen" lassen konnten. Das heißt, heiraten und Kinder adoptieren durften sie allerdings nicht. Das hat sich mit der "Ehe für alle" geändert. Mittlerweile können schwule und lesbische Paare genau wie heterosexuelle Paare mit allen Rechten und Pflichten heiraten.

Der Weg des Gesetzes

Ende Juni 2017 hatte der Bundestag das Gesetz zur "Ehe für alle" beschlossen. Eine Mehrheit von 393 Abgeordneten stimmte damals für eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare. Bei der Abstimmung gab es aber auch Kritiker. 226 Abgeordnete stimmten dagegen. Vier enthielten sich. Vor allem die Abgeordneten der Partei CDU von Angela Merkel und die CSU waren eher gegen die Ehe für alle. Kritiker sind der Ansicht, die Ehe sei nur was für Mann und Frau.

Wo gibt es die "Ehe für alle"?

Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem homosexuelle Paare heiraten dürfen. Die "Ehe für alle" gibt es bereits in rund 20 Ländern. Vorreiter waren die Niederlande. Sie waren das erste Land, in dem 2001 auch Schwule und Lesben heiraten durften. Weitere Länder mit der "Ehe für alle" sind Brasilien, Spanien und Frankreich.

Die "Ehe für alle" heißt auch so, weil sie niemanden ausschließen soll. Denn es gibt unterschiedliche Arten von Geschlechtern und von Liebe. Oft verwendet man hierbei den Begriff "LGBTI". Wofür diese Abkürzung steht, erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

Als Homosexualität noch verboten war

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Helmut Kress berichtet logo!-Reporterin Linda aus der Zeit, als es noch verboten war, schwul oder lesbisch zu sein.

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