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Das Gesetz zur "Ehe für alle" ist in Kraft getreten

Seit Sonntag gilt das Gesetz zur "Ehe für alle" in Deutschland. Damit dürfen gleichgeschlechtliche Paare ab jetzt genauso heiraten und Kinder adoptieren wie ein Paar von Mann und Frau.

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Zwei Väter spielen mit ihrem Baby.
Auch homosexuelle Paare dürfen ab jetzt Kinder adoptieren. Quelle: imago

Auf diesen Tag haben viele Menschen lange gewartet: Ab jetzt dürfen auch homosexuelle Paare in Deutschland heiraten. Homosexuelle Paare, das sind Männer, die Männer lieben und Frauen, die Frauen lieben. Bis jetzt war es so, dass homosexuelle Paare beim Standesamt ihre Partnerschaft "eintragen" lassen konnten. Das heißt, heiraten und Kinder adoptieren durften sie allerdings nicht. Das hat sich mit der "Ehe für alle" geändert. Jetzt können schwule und lesbische Paare genau wie heterosexuelle Paare mit allen Rechten und Pflichten heiraten.

Erste homosexuelle Ehe in Berlin geschlossen

Die deutsche "Ehe für alle"-Premiere feierte ein schwules Paar in Berlin: Es wurde am Sonntagmorgen vor rund 100 Freunden und Angehörigen im Rathaus Schöneberg getraut. Auch in anderen deutschen Städten öffneten Standesämter extra ihre Türen, damit sich homosexuelle Paare trauen lassen konnten.

Schwules Paar küst sich
Das erste schwule Paar heiratete in Berlin. Quelle: dpa

Der Weg des Gesetzes

Ende Juni hatte der Bundestag das Gesetz zur "Ehe für alle" beschlossen. Eine Mehrheit von 393 Abgeordneten stimmte damals für eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare. Bei der Abstimmung gab es aber auch Kritiker. 226 Abgeordnete stimmten dagegen. Vier enthielten sich. Vor allem die Abgeordneten der Partei CDU von Angela Merkel und die CSU waren eher gegen die Ehe für alle. Kritiker sind der Ansicht, die Ehe sei nur was für Mann und Frau.

Wo gibt es die "Ehe für alle"?

Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem homosexuelle Paare heiraten dürfen. Die "Ehe für alle" gibt es bereits in rund 20 Ländern. Vorreiter waren die Niederlande. Sie waren das erste Land, in dem 2001 auch Schwule und Lesben heiraten durften. Weitere Länder mit der "Ehe für alle" sind Brasilien, Spanien und Frankreich.

Die "Ehe für alle" heißt auch so, weil sie niemanden ausschließen soll. Denn es gibt unterschiedliche Arten von Geschlechtern und von Liebe. Oft verwendet man hierbei den Begriff "LGBTI". Wofür diese Abkürzung steht, erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

Als Homosexualität noch verboten war

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Helmut Kress berichtet logo!-Reporterin Linda aus der Zeit, als es noch verboten war, schwul oder lesbisch zu sein.

Videolänge:
2 min
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