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Einwegbecher oder Mehrwegbecher?

Jeder in Deutschland benutzt im Durchschnitt 34 Einwegbecher im Jahr. Die Becher landen im Müll und können nur schwierig recycelt werden. Deshalb sollten in Zukunft deutlich weniger Einwegbecher verwendet werden. Aber wie?

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Habt ihr euch auch schon mal auf dem Weg zur Schule schnell einen Tee oder eine heiße Schokolade bei einem Bäcker geholt? Dann habt ihr wahrscheinlich einen Einwegbecher bekommen. Den Becher könnt ihr einfach wegwerfen, wenn ihr das Getränk ausgetrunken habt. Klingt praktisch: Dann müsst ihr ihn nicht den ganzen Tag herumschleppen und ihr müsst ihn nicht ausspülen. Das Problem: Diese Einwegbecher sorgen für viel Müll.

Einweg-Kaffeebecher sind ein Müllproblem.
Viele Mülleimer sind voll mit Einwegbechern.
Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Expertinnen und Experten sagen, dass im Durchschnitt jeder in Deutschland durchschnittlich 34 Einwegbecher im Jahr verwendet. Das sind fast drei Milliarden Becher, die in Deutschland jedes Jahr weggeworfen werden. Das sind große Mengen an Müll.

Was sind die Probleme?

Das erste Problem: Die Becher bestehen häufig aus Papier, das mit Plastik beschichtet ist. Das ist nötig, damit die Becher nicht aufweichen. Die Becher sind also beides: Papier- und Plastikmüll. Deshalb gibt es kaum Möglichkeiten, die Becher zu recyceln - also wiederzuverwerten.
Das zweite Problem: Die Becher haben häufig einen Deckel, der komplett aus Plastik besteht. Um die Deckel recyceln zu können, müssten sie getrennt von den Bechern in den Plastikmüll sortiert werden. Das machen allerdings nur wenige Menschen, weil es unterwegs häufig nur einen Mülleimer für alles gibt.
Das dritte Problem: Viele Becher landen nicht im Mülleimer, sondern daneben. So verschmutzen sie die Umwelt.

Was könnten Lösungen sein?

Expertinnen und Experten sagen, dass deutlich weniger Einwegbecher verbraucht werden sollten. Sie haben zwei Vorschläge, wie das funktionieren könnte.

Ein Mehrweg-Kaffeebecher wird in einem Café mit Kaffee gefüllt.
So sehen viele Mehrwegbecher aus.
Quelle: Franziska Kraufmann/dpa

Die erste Lösung: Einwegbecher könnten teurer werden. Das heißt: Wer Einwegbecher verwendet, müsste sozusagen eine Strafe zahlen. Die Expertinnen und Experten hoffen, dass so weniger Menschen Einwegbecher verwenden.
Die zweite Lösung: Statt Einwegbechern könnten Pfand-Mehrwegbecher verwendet werden. Das heißt man würde zum Beispiel beim Bäcker einen wiederverwendbaren Becher leihen. Dafür müsste man Pfand, also Geld bezahlen. Dieses Pfand bekäme man wieder zurück, wenn man den Becher wieder in den Laden bringt. In einigen Bäckereien oder Cafés bekommt man schon jetzt Mehrwegbecher. Allerdings müssten alle Läden in Deutschland mitmachen, um in Zukunft auf Einwegbecher verzichten zu können.

Tipp: So könnt ihr auf Einwegbecher verzichten

Viele Cafés und Bäckereien können euren Tee oder die heiße Schokolade auch in euren eigenen Becher füllen. Manchmal ist das Getränk dann sogar günstiger als im Einwegbecher.

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