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Eiskunstlauf

In Graz in Österreich haben am Montag die Eiskunstlauf-Europameisterschaften begonnen. Da geht es zum Beispiel um die "Kür", den "Axel" und "Hebungen". Kennt ihr nicht? Dann lest mal hier weiter...

Wenn ihr im Winter ab und zu mit euren Freunden zum Schlittschuhlaufen geht, kennt ihr bestimmt dieses Gefühl: Auf wackeligen Beinen versucht man, auf dem rutschigen Eis vorwärts zu kommen, ohne dabei hinzufallen. Das ist ziemlich kompliziert und es dauert eine Weile, bis man raus hat, wie man die Kufen der Schlittschuhe auf dem Eis aufsetzen muss, um sicher geradeaus zu fahren. Und selbst dann kann es passieren, dass man ausrutscht und hinfällt. Deswegen ist es auch so faszinierend, Eiskunstläufer zu beobachten: Sie gleiten elegant über das Eis, drehen sich und springen hoch in die Luft. Bei ihnen sieht das so leicht aus, als ob sie über das Eis schweben würden. Um das aber so leicht aussehen zu lassen, brauchen die Eiskunstläufer sehr viel Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Außerdem müssen sie sehr viel trainieren.

Eiskunstlauf EM 2020
Bei der Europameisterschaft im Eiskunstlaufen treten die Sportlerinnen und Sportler in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.
Quelle: tatyana zenkovich/epa-efe/shutterstock

Im Eiskunstlaufen können die Sportlerinnen und Sportler in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander antreten.

Einzellauf

Im Einzellauf führt immer ein Eiskunstläufer seinen Tanz vor. Es gibt einen Einzellauf der Herren und einen Einzellauf der Damen. Beide müssen zuerst ein Kurzprogramm vorführen. Das Kurzprogramm darf höchstens zwei Minuten und 50 Sekunden dauern. Jeder Eiskunstläufer muss die gleichen sieben Elemente präsentieren und möglichst genau durchführen. Elemente sind Sprünge, Schrittfolgen und Pirouetten. Das sind Drehungen, bei denen sich die Sportler auf einem Bein um sich selbst drehen. Einer der schwierigsten Sprünge ist der "Axel": Die Eiskunstläufer gleiten über das Eis und springen dann kraftvoll nach oben. In der Luft drehen sie sich mehrmals um sich selbst und landen dann auf einem Bein wieder auf dem Eis. Diese Elemente können die Sportler beliebig anordnen und durch Verbindungselemente miteinander verknüpfen.

Danach zeigen die Eiskunstläufer ihre Kür: Die Kür können sie selbst gestalten. Es ist nur vorgeschrieben, dass sie eine bestimmte Anzahl an Sprüngen, Schrittfolgen und Pirouetten einbauen. Ein komplizierter Sprung oder eine schwierige Drehung gibt am Ende dann auch mehr Punkte. Wichtig ist nur, dass sie so genau wie möglich ausgeführt werden, und die Sportler am Ende nicht hinfallen oder wackeln. Die Musik und die Elemente können sich die Eiskunstläufer selbst aussuchen und beliebig anordnen. Es ist aber wichtig, dass alle Bewegungen zu der Musik passen, denn auch das wird am Ende von der Jury bewertet. Insgesamt muss so eine Kür vier Minuten und 30 Sekunden lang sein.

Paarlauf

Savchenko
Beim Paarlauf zeigen die Eiskunstläufer waghalsige Hebungen.
Quelle: reuters

Im Paarlauf treten ein Mann und eine Frau gemeinsam an. Es ist besonders wichtig, dass beide ihre Schritte synchron, also genau gleich, tanzen. Dafür müssen sie sich untereinander gut abstimmen. Zusätzlich zu den Elementen, die es auch im Einzellauf gibt, müssen sie hier spezielle Paarlauf-Elemente präsentieren. Das sind zum Beispiel geworfene Sprünge: Dabei wirft der Mann seine Partnerin hoch in die Luft und sie dreht sich dabei. Außerdem sind Hebungen typisch für den Paarlauf. Dafür wird die Frau von ihrem Partner hoch in die Luft gehoben. Auch in dieser Disziplin zeigt das Paar zunächst ein Kurzprogramm und dann eine Kür.

Eistanz

Das Eistanzen gilt als die schwierigste Disziplin im Eiskunstlaufen. Im Gegensatz zu den anderen Disziplinen sind komplizierte Sprünge und Drehungen im Eistanz nicht ganz so wichtig. Es ist viel wichtiger, Tanz und Musik miteinander zu verbinden. Das Paar führt sehr schnelle und anspruchsvolle Schrittfolgen vor. Diese haben ihren Ursprung in Tänzen, die sonst auf normalem Boden getanzt werden, wie zum Beispiel der Wiener Walzer.

Auch hier besteht ein Eistanz-Wettbewerb aus zwei Elementen - dem Rhythmus- oder Originaltanz und dem Kürtanz. Beim Originaltanz wird den Eiskunstläufern ein bestimmter Rhythmus vorgegeben, nach dem sie tanzen müssen. Es werden auch verschiedene Elemente vorgegeben. Den Kürtanz können die Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer frei gestalten.

logo! - Maxim ist Eiskunstläufer 

Der 12-jährige Eiskunstläufer will irgendwann mal bei den Olympischen Spielen mitmachen. logo! hat Maxim für euch beim Training getroffen.

Videolänge
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