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Die spannende Geschichte der Enigma

Die Enigma war eine Maschine, mit der man geheime Nachrichten verschlüsseln konnte. Benutzt wurde sie im Zweiten Weltkrieg. Nun haben Taucher zufällig eine alte Enigma auf dem Meeresboden der Ostsee gefunden.

Datum:
Eine Enigma aus dem zweiten Weltkrieg wurde auf dem Boden der Ostsee entdeckt.
Sensationsfund: Mehr als 70 Jahre muss das Gerät so auf dem Meeresboden der Ostsee gelegen haben. Nun soll es aufwändig restauriert werden.
Quelle: reuters

Das, was die Forschungstaucher da zufällig im November auf dem Boden der Ostsee gefunden haben, sieht ein bisschen aus, wie eine ganz alte Schreibmaschine. Dieses verkrustete Gerät ist aber eine super seltene Enigma.

Enigma dreimal teurer versteigert als geschätzt
So sieht eine Enigma aus, die nicht jahrzehntelang im Meer lag.
Quelle: --/DOROTHEUM/APA/dpa

Enigma - was?! Die Enigma war eine Maschine, mit der man Nachrichten verschlüsseln konnte. Man konnte in das Gerät Texte eingeben, die dann in einen Buchstabensalat umgewandelt und an eine andere Enigma-Maschine geschickt wurden. Diesen Buchstabensalat konnte man nur verstehen, wenn man eine Enigma-Maschine mit derselben Einstellung hatte oder wusste, nach welchem Prinzip der Text verschlüsselt wurde. Um Texte zu verschlüsseln, ersetzte die Enigma jeden Buchstaben durch einen anderen.

Ein einfaches Beispiel: Immer, wenn in einem Wort der Buchstabe "A" vorkommt, wird er durch den nächsten Buchstaben im Alphabet ersetzt, also "B". Aus einem "B" wird dann wiederum ein "C". Nach diesem Prinzip hieße "Ja" dann "Kb". Unmöglich das zu verstehen - außer man kennt den "Schlüssel".

Die Enigma hatte übrigens 158.962.555.217.826.360.000 Möglichkeiten, wie sie Texte verschlüsseln konnte. Aber wozu das Ganze?

logo! - Was ist Enigma? 

logo! erklärt euch eine rätselhafte Maschine.

Videolänge
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Die Enigma im Zweiten Weltkrieg

Die Enigma wurde eingesetzt, um geheime Nachrichten im Krieg zu verschicken. Die Wehrmacht, also die deutschen Soldaten, verschlüsselten im Zweiten Weltkrieg mit ihren Enigma-Maschinen Informationen, die ihre Gegner nicht wissen sollten. Zum Beispiel, wann wo ein Angriff geplant war.

Die Gegner versuchten alles, um diese geheimen Nachrichten zu verstehen. Lange galt die Enigma als unknackbar. Doch 1940 gelang genau das einem Team von britischen Spezialisten. Mithilfe eines von ihnen entwickelten Geräts konnten sie verschlüsselten Nachrichten der Deutschen endlich entschlüsseln. Diese Geräte, von denen es später mehr als 200 gegeben haben soll, hießen auch "Turing-Bomben" - nach ihrem Erfinder Alan Turing.

Hunderttausende Nachrichten konnten die Briten und andere Gegner der Deutschen so während des Krieges heimlich mitlesen. Sie waren dadurch den Deutschen oft einen Schritt voraus und konnten entsprechend reagieren. Viele Experten sind sich einig, dass der Krieg noch viel länger gedauert hätte, wenn die Enigma nicht geknackt worden wäre.

Geheim bis 1970

Übrigens: Die Deutschen wussten nicht, dass ihre "unknackbare" Maschine geknackt wurde. Erst 1970, also lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde es bekannt.

Diesen Text hat Johanna geschrieben.

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