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Auf der Suche nach Sicherheit

Rettungsschiffe sind auf dem Mittelmeer unterwegs, um Geflüchteten in Seenot zu helfen. Tagelang mussten hunderte Menschen auf einem Rettungsschiff ausharren. Nun durften sie endlich in Italien an Land gehen.

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Gerade flüchten wieder viele Menschen auf Booten von Afrika aus über das Mittelmeer in Richtung Italien. Sie kommen unter anderem aus Ländern in Afrika, zum Beispiel Eritrea, Tunesien oder Libyen und hoffen in Europa auf ein besseres Leben.

Ein kleines Boot und ein Schlauchboot mit Migranten treiben auf dem Mittelmeer, aufgenommen am 04.07.2021
Das Mittelmeer ist einer der gefährlichsten Fluchtwege weltweit.

Eine Erlaubnis, in die Europäische Union (EU) einzureisen, haben die Geflüchteten nicht. Deshalb wagen sie eine gefährliche Reise über das Mittelmeer. Immer wieder kommt es vor, dass die alten Boote untergehen und Menschen dabei sterben.

Warum die Menschen flüchten

Viele von uns können sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, wie es sich anfühlen muss, so eine gefährliche Überfahrt auf sich zu nehmen. Den Menschen geht es in ihren eigenen Heimatländern aber meistens so schlecht, dass sie keine andere Möglichkeit mehr sehen.

Für eine Flucht gibt es ganz unterschiedliche Gründe:

Wer den Menschen auf dem Mittelmeer hilft

Private Rettungsschiffe sind auf dem Mittelmeer im Einsatz, um Menschen aufzunehmen, wenn sie in Seenot geraten. Sie gehören oft zu Organisationen, die Menschen helfen wollen. Die Besatzung eines solchen Rettungsschiffs, der "Ocean Viking", hatte in den vergangenen Tagen nach und nach fast 600 geflüchtete Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Darunter auch viele Kinder, die ohne Eltern unterwegs sind.

Flüchtlinge an Bord der "Ocean Viking".
Auch 159 Kinder und Jugendliche ohne Eltern waren an Bord der "Ocean Viking".
Quelle: Flavio Gasperini/SOS Mediterranee/AP/dpa

Tagelang saßen die Menschen dann auf dem Schiff fest, weil die nahegelegenen Länder Malta und Italien keine Einfahrt in ihre Häfen erlaubten. Auf dem Schiff soll die Lage immer heftiger geworden sein: Die Lebensmittel wurden wohl knapp und viele Menschen seekrank. Dann verschlechterte sich auch noch das Wetter. Schließlich erlaubte am Donnerstagabend die italienische Stadt Augusta auf der Insel Sizilien die Einfahrt in ihren Hafen.

Was mit den Menschen passiert

Alle Menschen der "Ocean Viking" müssen nun zunächst einen Corona-Test machen und sollen danach in unterschiedliche Aufnahmezentren in Italien gebracht werden. Die EU hat Hilfe bei der Verteilung der Geflüchteten angeboten.

Bootsmigranten auf der «Ocean Viking»
Alle Geflüchteten wurden auf Corona getestet.
Quelle: Hippolyte/SOS Mediterranee/AP/dpa

Ob sie in der EU bleiben dürfen, ist unklar. Sie müssen erst einen sogenannten Asylantrag stellen, also um Schutz bitten. Menschen können zum Beispiel Asyl bekommen, wenn sie in ihren Heimatländern bedroht, verfolgt oder unterdrückt werden.

Kein Asyl bekommen Menschen, die in ihren Heimatländern zum Beispiel keine Arbeit oder nicht genug zu essen haben und deshalb fliehen. Sie werden wieder zurück in ihre Heimatländer geschickt.

Wie die EU in Zukunft helfen könnte

Seit einigen Jahren gibt es viele Diskussionen unter den EU-Ländern darüber, wie die EU mit den Geflüchteten umgehen soll, die in Booten über das Mittelmeer kommen. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, wie die Geflüchteten innerhalb der EU verteilt werden.

In den vergangenen Jahren sind Hunderttausende Flüchtlinge an den italienischen, spanischen und griechischen Küsten angekommen. Die Länder fordern immer wieder Hilfe durch die anderen EU-Länder. Bisher fühlen sich Spanien, Italien und Griechenland mit der Situation allein gelassen. Warum das so ist, erfahrt ihr unten im Video.

Diesen Text hat Katrin geschrieben.

logo! - Verteilung von Flüchtlingen in der EU 

Warum es darüber Streit gibt.

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