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Leben im Flüchtlingslager auf Lesbos

Millionen Menschen flüchten aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Kongo. Auf dem Weg nach Europa landen viele auf der griechischen Insel Lesbos. Die Bedingungen dort im Flüchtlingslager sind sehr schwierig.

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Millionen Menschen flüchten aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Kongo. Auf dem Weg nach Europa landen viele auf der griechischen Insel Lesbos. Die Bedingungen im Flüchtlingslager dort sind sehr schwierig.

Viele Menschen erleben in ihren Heimatländern täglich Terror, Krieg, Gewalt, Hunger oder große Armut. Deshalb fliehen sie. Viele Geflüchtete kommen aus Nordafrika und dem Mittleren und Nahen Osten, wie zum Beispiel aus dem Kongo, Afghanistan oder Syrien. Meist fliehen sie in Nachbarländer – wo sie dann in Flüchtlingslagern leben.

Das Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos.
Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos.
Quelle: ap

Landweg nach Europa

Einige Geflüchtete machen sich auch auf den Weg nach Europa. Wer über den Landweg nach Europa kommen will, muss durch sehr viele Länder reisen. An der Grenze zu Ländern der Europäischen Union, wie Griechenland oder Bulgarien erwartet sie oft ein hoher Zaun. Politikerinnen und Politiker haben nämlich beschlossen, die Grenzen zur EU für Flüchtlinge zu schließen.

Flucht über das Mittelmeer

Eine andere Möglichkeit, es trotzdem noch in ein europäisches Land zu schaffen, ist der gefährliche Weg über das Mittelmeer. Tausende Flüchtlinge sind beim Überqueren des Mittelmeers schon ertrunken. Denn viele Boote sind klein, uralt und überfüllt. Eine der kürzesten Strecken in ein EU-Land zu kommen, ist der Seeweg von der Türkei auf die griechische Insel Lesbos. Die Insel ist nur etwa zehn Kilometer von der Türkei entfernt.

Das Leben im Lager

Auf der griechischen Insel Lesbos angekommen, leben die meisten Geflüchteten in einem Flüchtlingslager. Im Lager "Moria" auf Lesbos sollten eigentlich höchstens 3.000 Menschen leben. Doch mittlerweile sind etwa 17.000 Flüchtlinge dort. Sie leben auf engstem Raum in Containern und Zelten. Das Lager ist total überfüllt.

Ein Flüchtlingslager auf Lesbos.
Das Lager ist mit mehr als 12.000 Menschen überfüllt.
Quelle: Angelos Tzortzinis/dpa

Das wirkt sich auf die Lebensbedingung der Menschen aus: In dem Camp gibt es nur wenige Wasserquellen. Oft ist das Wasser verschmutzt und das kann die Menschen krank machen. Doch Ärzte gibt es in dem Lager viel zu wenige. Und auch sonst können sich die Helferinnen und Helfer nicht ausreichend um die vielen Menschen kümmern. Außerdem gibt es viel zu wenige Toiletten und für eine Mahlzeit müssen die Geflüchteten stundenlang Schlange stehen. Oft kommt es auch zu Gewalt und viele fühlen sich dort nicht sicher.

Wie es für die Menschen weitergeht?

Die Lage auf Lesbos ist sehr angespannt: Immer wieder kommen viele neue Geflüchtete an. So wird das Lager immer voller und voller. Wer es dorthin schafft, muss erst einmal warten – so lange, bis sein Asylantrag bearbeitet ist. Mit einem Asylantrag können die Menschen um Erlaubnis bitten zu bleiben. Diese Anträge werden überprüft und entweder bekommen die Menschen die Erlaubnis oder sie müssen zurück in die Türkei. Doch die Prüfung eines solchen Antrags kann dauern. So lange hängen die Geflüchteten auf Lesbos fest und wissen nicht, wie es für sie weitergehen wird.

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