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Wie geht es den Geflüchteten auf Lesbos?

Vor einem Jahr brannte das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Auch heute leben dort immer noch geflüchtete Menschen. Was ihr dazu wissen müsst, lest ihr hier:

Datum:

Vor einem Jahr gab es im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos einen großen Brand. Das Lager wurde dadurch fast komplett zerstört. Heute leben die Menschen in einem neuen Lager. Aber was ist überhaupt das Problem mit den Geflüchteten in Griechenland? Lest hier:

Bewohner des Flüchtlingslagers Kara Tepe
Auf der griechischen Insel Lesbos leben immer noch Geflüchtete im Lager Kara Tepe.
Quelle: ZDF

Warum gibt es so viele Geflüchtete in Griechenland?

Griechenland gehört zur Europäischen Union und besteht neben dem Festland aus vielen kleinen Inseln im Mittelmeer. Menschen, die nach Europa fliehen wollen, versuchen das oft in Booten über das Mittelmeer, zum Beispiel von der Türkei oder von Afrika aus. Manche kommen auch über das Land. Von Griechenland aus, wollen die Geflüchteten dann gerne in andere Länder Europas gelangen. Fürs Erste müssen sie aber oft in den Lagern in Griechenland bleiben. Viele von ihnen kommen zum Beispiel aus Syrien, Afghanistan oder aus Iran.

Wie sich Länder wie Griechenland um die Geflüchteten kümmern und warum das alles nicht so einfach ist, wird in diesem Video erklärt:

logo! - Verteilung von Flüchtlingen in der EU 

Warum es darüber Streit gibt.

Videolänge
1 min · ZDFtivi 1 min

Was war das Problem mit dem Lager in Moria?

Das Lager Moria war ein sehr großes Flüchtlingslager. Zeitweise lebten dort 18.000 Menschen, dabei war es nur für etwa 2.500 gedacht. Unter ihnen viele Familien mit Kindern. Die Bedingungen dort waren nicht gut: Für Wasser und Essen mussten die Menschen stundenlang anstehen, die Toilettenanlagen waren zu klein und sehr verdreckt. Kein Wunder, wenn sich so viele Menschen so wenig Platz teilen müssen.

logo!-Reporter Sherif hat damals das Lager Moria besucht. Hier könnt ihr euch seine Berichte von dort noch einmal anschauen:

Sherif auf dem Schwimmwesten-Friedhof

logo! - Sherif besucht das Lager Moria 

Hier erzählt er euch, was er auf seiner Reise erlebt.

ZDFtivi

Was ist vor einem Jahr genau passiert?

Brand in Flüchtlingslager Moria. Archivbild
Vor einem Jahr gab es im Flüchtlingslager Moria einen großen Brand.
Quelle: Petros Giannakouris/AP/dpa

Mitten in der Nacht brach im Lager Moria plötzlich Feuer aus. Heute weiß man, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Das Lager wurde fast komplett zerstört. Die Bewohner mussten das Lager so schnell es ging verlassen, die wenigen Dinge, die sie besaßen, mussten viele zurücklassen und wurden obdachlos. Zunächst mussten sie auf der Straße oder in der umliegenden Natur schlafen - ganz ohne fließendes Wasser und Toiletten. Nach einigen Wochen wurde dann in der Nähe ein neues Lager errichtet.

Wie sieht es in dem neuen Lager jetzt aus?

Mittlerweile hat sich die Lage in dem neuen Lager - es heißt Kara Tepe - etwas verbessert. Anfangs gab es dort nur Zelte, gerade im Winter bei Sturm war es dort oft sehr kalt und ungemütlich. Und wegen Corona war die Lage dort auch sehr schwierig. Mittlerweile leben viele der Bewohner immerhin in Wohncontainern. Das Leben dort ist auch deshalb besser geworden, weil mittlerweile nur noch etwa 3.000 Menschen in dem Lager wohnen.

Kinder im Flüchtlingslager Kara Tepe
Gerade bei Regen war das Leben im Lager Kara Tepe nicht einfach für die Menschen dort.

Warum leben dort jetzt weniger Menschen?

Das hat mehrere Gründe: Mittlerweile sind viele Geflüchtete von den Inseln aufs Festland gebracht worden und haben dort Asyl erhalten. Das heißt, sie dürfen jetzt erst mal in Griechenland bleiben. Auch andere Länder Europas, Deutschland zum Beispiel, haben Menschen nach dem Brand dauerhaft aufgenommen.

Und: es kommen auch weniger Leute auf den griechischen Inseln an. Denn Griechenland versucht, seine Grenzen besser zu schützen. So will das Land erreichen, dass die Geflüchteten gar nicht erst bis nach Griechenland kommen. Das wird von vielen aber auch kritisiert.

Diesen Text hat Katrin R. geschrieben.

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