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Diskussion um gewalttätige Flüchtlinge

In einer großen Untersuchung haben Experten herausgefunden, dass durch Flüchtlinge die Zahl der Gewalttaten in Deutschland gestiegen ist. Das gilt jedoch nicht für alle: Herkunft, Alter und Geschlecht spielen eine wichtige Rolle.

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Nachdem die Gewalttaten in Deutschland jahrelang zurückgegangen waren, steigt die Zahl der gemeldeten Gewaltverbrechen seit 2015 wieder. Das hat auch damit zu tun, dass in den vergangenen Jahren mehr Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Das haben Experten festgestellt, als sie sich die Zahlen und Statistiken genau angesehen haben.

Betreuung für jugendliche Flüchtlinge in Marokko.
Unter den Flüchtlingen sind viele Jugendliche und junge Männer, die alleine hierher gekommen sind.
Quelle: Carsten Rehder/dpa

Viele junge Männer

Einer der Gründe für die Zunahme der Gewalttaten liegt darin, dass es unter den Flüchtlingen besonders viele junge Männer gibt. Männliche 14- bis 30-Jährige sind besonders häufig in Gewalttaten verwickelt - das ist auf der ganzen Welt so und auch unter Deutschen zu beobachten. Während unter Deutschen jedoch weniger als zehn Prozent junge Männer sind, sind es unter Flüchtlingen fast 30 Prozent. Dieser überdurchschnittlich hohe Anteil junger Männer ist für den Anstieg der Gewalttaten mitverantwortlich.

Die Experten, die an der Studie gearbeitet haben, sagen auch: Unter den Flüchtlingen gibt es große Unterschiede. Woher die Flüchtlinge kommen, mit wem sie hier leben und welche Perspektive sie in Deutschland haben, spielt dabei offenbar eine große Rolle.

Herkunft und Perspektive für die Zukunft

Syrischer Pass auf Schreibtisch im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin
Woher jemand kommt, spielt eine Rolle.
Quelle: epa

Wer aus einem Land nach Deutschland geflohen ist, in dem es Krieg gibt, darf in der Regel hier bleiben. Das gilt zum Beispiel für viele Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. Die Studie zeigt: Diese Gruppe begeht nur wenige Straftaten in Deutschland.

Anders sieht das aus bei Flüchtlingen, die aus Nordafrika nach Deutschland kommen, also zum Beispiel aus Algerien, Tunesien und Marokko. Die meisten von ihnen haben kaum Chancen, hier bleiben zu können. Da in ihren Heimatländern kein Krieg herrscht, werden sie wahrscheinlich zurückgeschickt. Gleichzeitig haben Experten festgestellt, dass diese Flüchtlinge für überdurchschnittlich viele Gewalttaten in Deutschland verantwortlich sind.

So erklären Experten den Zusammenhang

Wer eine Aussicht darauf hat, in Deutschland bleiben zu können, ist darauf bedacht, sich an die Regeln zu halten und keine Fehler zu machen - das vermuten Experten. Hinzu kommt, dass viele Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten stammen, mit der ganzen Familie nach Deutschland gekommen sind. Das könnte ihnen Halt geben und so verhindern, dass sie kriminell werden.

Viele Flüchtlinge aus Nordafrika dagegen sind junge Männer, die alleine nach Deutschland gekommen sind. Zu wissen, dass sie in Deutschland keine Chance haben, macht manche von ihnen wütend. Auch das ist ein Grund, weshalb diese Gruppe besonders oft Gewalttaten begeht, heißt es in der Studie.

Diese Vorschläge gegen Flüchtlingskriminalität werden diskutiert:

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