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Mister Nullprozent und der Leitzins

Wer ist das und was ist der Leitzins?

"Mister Nullprozent" oder "Mister Nullzins" ist der Spitzname von Mario Draghi. Er war acht Jahre lang der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB ist so etwas wie die oberste Bank aller europäischen Banken.

Mario Draghi wird als EZB-Präsident abgelöst. Archivbild
Mario Draghi war acht Jahre lang Chef der EZB.
Quelle: Boris Roessler/dpa

Mario Draghi wird "Mister Nullprozent" genannt, weil er den Leitzins auf Null Prozent gesenkt hat.

Was ist der Leitzins?

Der Leitzins wird vom Chef oder der Chefin der EZB verkündet. Zinsen sind eine Art Gebühr, also Geld. Dieses Geld muss bei einem Kredit bezahlt werden, also wenn sich jemand Geld leiht.

Leitzins bedeutet: Die EZB legt fest, wie hoch die Zinsen sind und andere Banken halten sich daran. Ist der Leitzins hoch, dann verlangen die Banken hohe Zinsen. Das heißt, es ist teuer sich Geld zu leihen. Liegt der Leitzins bei Null, dann können die Banken zu niedrigen Gebühren Geld verleihen. Es ist dann günstig sich Geld zu leihen.

Was bedeutet ein niedriger Leitzins?

Das Gute an einem niedrigen Leitzins: Wenn sich eine Familie zum Beispiel ein Haus kaufen und dafür Geld bei der Bank leihen will ist das günstig. Die Gebühren, die sie zahlen muss, sind gering.

Aber: Weil der Leitzins schon seit ein paar Jahren niedrig ist, haben das auch viele Menschen genutzt und sich Geld geliehen, um ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Die Folge: Häuser und Wohnungen waren sehr begehrt und wurden immer teurer. So teuer, dass viele Familien sich das jetzt nicht mehr leisten können.

Welche Vorteile hat der niedrige Leitzins?

Für Firmen ist der niedrige Leitzins gut. Vor allem für die, denen es in der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 - 2009 nicht gut ging. Für die war es in den vergangenen Jahren oft hilfreich, dass sie Kredite bekommen haben, für die sie nur wenig Zinsen zahlen mussten. So ging es ihnen oft schnell wieder besser. Das war übrigens auch die Idee: Der niedrige Leitzins oder der Nullleitzins sollten in der Wirtschaftskrise Firmen helfen.

Ein neue EZB-Chefin

Christine Lagarde (Archiv).
Christine Lagarde ist die neue Chefin der EZB.
Quelle: Michel Euler/AP/dpa

Seit dieser Woche hat die EZB eine neue Chefin. Sie heißt Christine Lagarde und kommt aus Frankreich.

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