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foodwatch

Die Organisation foodwatch will, dass wir besser über unser Essen Bescheid wissen und uns gesünder ernähren. Wie sie das macht und was an ihr kritisiert wird, erfahrt ihr hier.

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Wisst ihr, was genau in eurem Essen steckt? Wenn eure Eltern für euch kochen, könnt ihr sie einfach fragen. Aber wie sieht es bei abgepackten Lebensmitteln aus dem Supermarkt oder dem Fast-Food-Restaurant aus? Da ist es oft schwieriger, denn Auskunft geben nur die Verpackungen und die Werbung. Doch dort wird oft nicht die ganze Wahrheit gesagt, um die Kundinnen und Kunden dazu zu bringen, die Produkte zu kaufen. Es kann also sein, dass ungesunde Lebensmittel absichtlich gesünder dargestellt werden, als sie eigentlich sind. Darüber klärt die Organisation foodwatch auf - und informiert euch, was wirklich in eurem Essen steckt.

Wie foodwatch entstanden ist

Die Organisation wurde im Jahr 2002 von Thilo Bode gegründet, der vorher Chef von Greenpeace in Deutschland war. Heutzutage hat foodwatch nicht nur in Deutschland Mitarbeiter, sondern auch in den Niederlanden, Frankreich und Österreich. foodwatch ist eine sogenannte "Nichtregierungsorganisation" (abgekürzt NGO), wird also nicht vom Staat finanziert, sondern durch Spenden und monatliche Mitgliedsbeiträge.

Die Ziele der "Essensretter"

foodwatch findet, dass jeder Mensch das Recht auf gesunde Lebensmittel in guter Qualität habe - oder zumindest wissen sollte, was genau er oder sie gerade isst. Dafür setzt sich die Organisation ein. Sie deckt Lügen in der Werbung für Lebensmittel auf und informiert über die wahren Inhaltsstoffe dieser Produkte. Denn wo "gesund" draufsteht, muss nicht unbedingt "gesund" drin sein. Solche falschen Aussagen tragen mit dazu bei, dass man sich ungesund ernährt und kommen leider viel öfter vor, als man denkt. Besonders schlimm ist es, wenn es um Lebensmittel geht, die extra für Kinder hergestellt werden oder deren Werbung nur an Kinder gerichtet wird. Denn da Kinder noch im Wachstum sind, ist eine gesunde Ernährung für sie besonders wichtig. foodwatch kritisiert unter anderem, dass das Angebot für Kinder in Supermärkten fast nur aus Süßigkeiten und ungesunden Snacks besteht.

Der Preis "Goldener Windbeutel" der Organisation foodwatch neben "smartwater"-Flaschen der Firma Coca-Cola.
Die Organisation foodwatch vergibt jedes Jahr den Negativpreis "Goldener Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge des Jahres.
Quelle: dpa

Jedes Jahr verleiht foodwatch einen Preis: den "Goldenen Windbeutel". Dieser geht an die Firma, die am meisten über ihr Produkt gelogen hat. Dafür stimmen jährlich viele Menschen bei einer Umfrage im Internet ab. Es ist aber keine Preisverleihung, über die sich die Firmen freuen: Durch den "Goldenen Windbeutel" gelangt ihre falsche Werbung an die Öffentlichkeit, weswegen sie viel Kritik bekommen. So entsteht Druck für sie, ihr Produkt zu verbessern und gesünder zu machen. Im Jahr 2019 ging der "Goldene Windbeutel" an die Firma Zwergenwiese, die eine Tomatensoße für Kinder verkaufte, in der extrem viel Zucker war. Diese war also eher ungesund und nicht für Kinder geeignet. Nach der unglücklichen Preisverleihung versprach die Firma aber, etwas zu verändern und reduzierte den Zuckergehalt der Soße um fast die Hälfte. Im Jahr 2020 ging der "Goldene Windbeutel" an einen Käse der Firma Hochland. Auf seiner Verpackung heißt es, der Käse stamme aus Milch von freilaufenden Kühen. Da stellt man sich Kühe auf einer Weide vor. In echt stehen die Kühe allerdings in einem Stall. So werden Käuferinnen und Käufer getäuscht, da sie denken, die Kühe würden unter besonders guten Bedingungen gehalten. Anfang 2021 hat die Firma Hochland reagiert: Sie will die Werbung jetzt ändern. Bis man das wirklich sieht, wird aber noch etwa ein Jahr dauern.

Kritik an foodwatch

foodwatch stößt mit solchen Aktionen neben viel Lob auch auf viel Kritik. Einige Menschen finden es nicht gut, dass die Organisation einen Streit mit den Firmen anfängt, anstatt ruhig mit ihnen über Möglichkeiten zu diskutieren, wie sie ihre Produkte verbessern könnten. Bei der Preisverleihung des "Goldenen Windbeutels" würden die Firmen nur lächerlich gemacht werden, und so erreiche foodwatch nur wenige Veränderungen, kritisieren viele Lebensmittelhersteller. Außerdem wird oft bemängelt, dass foodwatch sich zu sehr mit Kleinigkeiten aufhält. Die Organisation konzentriere sich zu oft auf die Werbung der Lebensmittel und nicht genug auf die eigentlichen Produkte.

Diesen Text hat Amelie geschrieben.

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Mädchen und Junge essen Apfel und Burger

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