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Werbelüge des Jahres

Mit dem "Goldenen Windbeutel" will die Organisation Foodwatch auf Irreführung bei Lebensmitteln hinweisen. Der Preis geht in diesem Jahr an die Firma Alete.

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Ein Windbeutel zum Dessert sieht lecker aus. Doch wer in einen Windbeutel beißt, merkt schnell: Das süße Teilchen besteht aus wenig Teig und vor allem: viel Luft.

Der Goldene Windbeutel
Der Goldene Windbeutel als Grafik Quelle: foodwatch

Manchmal ist auch Werbung wie ein Windbeutel: Sie verspricht etwas, das sie nicht einhält. Die Organisation Foodwatch, die sich mit Lebensmitteln beschäftigt, vergibt daher jedes Jahr einen Preis für die größte Werbelüge: den Goldenen Windbeutel. Ein Negativpreis also, über den sich der Gewinner sicher nicht freut.

In diesem Jahr ist das die Firma Alete, die vor allem Baby- und Kindernahrung herstellt. Sie bekommt den "Goldenen Windbeutel" für ihren Kinderkeks.

Was hat es mit dem Keks auf sich?

In der Werbung heißt es, dieser Keks sei auch für Babys ab acht Monaten geeignet - und das, obwohl er zu einem Viertel aus Zucker besteht! Damit enthält das Gebäck sogar mehr Zucker als ein normaler Butterkeks. Zu viel Zucker ist ungesund und schlecht für die Zähne, das wisst ihr sicher. Und gerade bei so kleinen Kindern raten Ärzte und Experten von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken ab.

Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2017
Links der Kinderkeks, daneben die anderen Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2017 Quelle: foodwatch

Weitere Kandidaten

Nominiert für den Negativpreis waren neben dem Kinderkeks auch noch diese Lebensmittel:

  • eine überteuerte Sport-Vanillemilch von Bauer
  • ein Urkorn-Müsli von Kellogg's mit nur 2,5 Prozent Urkorn - also sehr, sehr wenig
  • ein Pflanzenöl von Unilever, das fälschlicherweise mit einem besonders hohen Gehalt an gesundem Omega-3 wirbt
  • eine Ochsenschwanzsuppe ganz ohne Ochsenschwanz von Continental Foods

Im Internet haben mehr als 70.000 Menschen über die von Foodwatch ausgewählten fünf Kandidaten abgestimmt. Das Ergebnis war klar: Fast die Hälfte der Teilnehmer meinte, dass der zuckrige Babykeks den Negativpreis für die größte Werbelüge bekommen sollte.

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